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    Schweinfurt

    Schweinfurts Berufsschulen engagieren sich für ihre Schüler

    Schulprofil "Inklusion" und "Neustartklasse" – was die Schweinfurter Berufsschulen planen, um Schülern mit Schwierigkeiten unter die Arme zu greifen.
    Die Ludwig-Erhard-Berufsschule will sich für das Schulprofil 'Inklusion' bewerben.
    Die Ludwig-Erhard-Berufsschule will sich für das Schulprofil "Inklusion" bewerben. Foto: Fuchs-Mauder

    Die Ludwig-Erhard-Berufsschule in Schweinfurt möchte sich beim Freistaat für das Schulprofil "Inklusion" bewerben. Der Schulausschuss fand das Vorhaben gut, ebenso wie die Berufsvorbereitungsklasse "Neustart" der Dr.-Georg-Schäfer-Berufsschule im Schuljahr 20/21. 

    Laut Schreiben der Erhard-Berufsschule sind ein besonderes Problem in der Schule Schüler mit Lenrschwierigkeiten und Lernstörungen. Man wolle verstärkt versuchen, den Abbruch der Ausbildung zu verhindern und auch lernschwachen Schülern zu einem Berufsabschluss zu verhelfen. In einer Schule mit dem Profil "Inklusion" gestalten laut Schulleiter Helmut Schwappacher "Lehrkräfte der Berufsschule und Lehrkräfte für Sonderpädagogik gemeinsam das Lernen". Man arbeite schon seit einigen Jahren an Konzepten, die Schüler noch mehr zu unterstützen. 

    Die Bewerbung für das Schulprofil ist deswegen die logische Folge, zumal es Vorteile bietet: Als Schule mit dem Schulprofil "Inklusion" bekommt man vom Freistaat zusätzliche Mittel, untern anderem für Diagnostik von und Beratung bei Lernschwierigkeiten, Förderunterricht sowie Fördermaßnahmen im Bereich der Berufssprache Deutsch. Für die Stadt als Sachkostenträger der Schule hat die Anerkennung des Schulprofils keine weiteren Kosten zur Folge.

    Die Dr. Georg-Schäfer-Berufsschule bewirbt sich für die Einrichtung einer 'Neustart'-Klasse ab dem neuen Schuljahr.
    Die Dr. Georg-Schäfer-Berufsschule bewirbt sich für die Einrichtung einer "Neustart"-Klasse ab dem neuen Schuljahr. Foto: Fuchs-Mauder

    Ein anderes Projekt, in dem es auch um die spezielle Förderung von Berufsschülern geht, plant die Dr.-Georg-Schäfer-Berufsschule mit ihrer Bewerbung für eine "Neustart"-Klasse für das Schuljahr 2020/21. Die Regierung von Unterfranken will erstmal nur eine Klasse im Regierungsbezirk als Pilotprojekt einrichten, ob Schweinfurt ausgewählt wird, ist noch offen.

    Eine "Neustart"-Klasse, in der Regel ab acht Schülern, maximal 16, richtet sich an Schüler zwischen 16 und 21 Jahren, die keinen Ausbildungsplatz haben und bereits zum Beispiel in der Mittelschule durch Absenzen, Drogenkonsum oder andere Probleme aufgefallen sind. Die Teilnahme für die Schüler ist freiwillig, ausgewählt werden sie von der Schulleitung in Absprache mit der Jugendberufsagentur.

    Erprobt werden sollen alternative pädagogische Konzepte, um die Schüler wieder an das Schulleben heranzuführen und ihnen später eine Ausbildung zu ermöglichen. "Kernelemente des innovativen Projekts sind aufsuchende Sozialarbeit, ein erhöhter sozialpädagogischer Betreuungsanteil sowie Budgetstunden für zusätzliche Gruppeneinteilungen, um ausreichend pädagogische Zeit für die Jugendlichen zu haben", so Schulamtsleiter René Gutermann.

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