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    Schweinfurt

    Schweinfurts Ferienprogramm kommt richtig gut an

    Gerade die Spielbusse erfreuen sich bei den Schweinfurter Kindern im Ferienprogramm großer Beliebtheit. Foto: Josef Lamber

    Sommer, Sonne, fröhlich sein – sechs Wochen Sommerferien in Bayern, da kann man sich als Kind richtig erholen. Für die wenigsten Eltern sind sechs Wochen Urlaub möglich und deswegen ist natürlich das Ferienprogramm in Schweinfurt des Amtes für Sport und Schulen sowie der kommunalen Jugendarbeit wichtig. Und in diesem Jahr auch beliebt wie lange nicht mehr.

    Thorsten Schubert, Sachgebietsleiter der kommunalen Jugendarbeit, war sehr zufrieden mit den Sommerferien 2019, denn die neuen Angebote wurden gut angenommen. 1952 Teilnehmer (plus 374) verzeichnete die Stadt bei insgesamt 162 Angeboten. Das waren 31 mehr als 2018, was vor allem an den neuen Maßnahmen der Ferienbetreuung wie dem Ausbau der Abenteuerwiese, den WildparkKids und dem Oberndorfer Ferienabenteuer lag. Vor allem in den ersten beiden Ferienwochen waren die Angebote ausgebucht, danach gab es aber noch freie Plätze, weswegen man in den nächsten Jahren auch gezielter werben will.

    Überdurchschnittlich oft kommen Kinder aus den Stadtteilen Hochfeld, Steinberg, Deutschhof, Eselshöhe und Haardt, eher weniger vom Bergl oder dem Gründerzeitviertel, wo aber die Spielbusse sehr stark frequentiert waren.  

    Konzentrierte Maler: Kinder beim Ferienprogramm in Aktion. Foto: Martina Müller

    Schubert dankte ausdrücklich den zahlreichen Kooperationspartnern aus Schweinfurter Vereinen und Verbänden. Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer wäre das Programm so gar nicht möglich, zumal man ja nicht nur in den Sommerferien, sondern in allen Schulferien ein Programm für Kinder anbiete. 

    Der Verkauf der Ferienpässe ging deutlich nach oben

    Für Freude im Gesicht der SPD-Stadträte im Jugendhilfeausschuss sorgte die Bilanz beim Ferienpass. Dessen Verkauf war zwischen 2014 und 2018 stark rückläufig, jetzt schnellten die Zahlen nach oben. 601 Ferienpässe (davon 235 ermäßigt) wurden insgesamt verkauft, davon 271 für Pfingst- und Sommerferien. Das, so gestand auch Schubert zu, lag an einem erfolgreichen SPD-Antrag im Stadtrat, den Preis deutlich zu senken und die Leistungen auch dem Bedarf anzupassen. "Es ist eine deutliche Trendwende gelungen und es wurden fast doppelt so viele Ferienpässe wie im Vorjahr abgesetzt", so Schubert.

    Der Ferienpass kostet nur noch 15 Euro für die Sommer- und 20 Euro für Pfingst- und Sommerferien. Damit können die Kinder die Stadtbusse in der Tarifzone 1 ebenso kostenlos nutzen wie das Silvana Frei- und Hallenbad. Es gibt keine Beschränkung der Schwimmbadbesuche mehr. "Der Ferienpass ist ein wichtiges Instrument der gesellschaftlichen Teilhabe", so Schubert. Das sich die Stadt auch eine Stange Geld kosten lässt: jeder Pass ist im Schnitt mit 21,10 Euro bezuschusst, da die Stadtwerke für die Busfahrten und den Schwimmbadeintritt mit insgesamt 24 076 Euro entschädigt werden.

    Die Spielbusse "Max" und "Moritz" erfreuten sich bei ihren 47 Einsätzen großer Beliebtheit, es kamen immer zwischen 50 und 150 Kindern. Mit diesem niedrigschwelligen Angebot könne man gut "die Kinder erreichen, die nicht beim klassischen Ferienprogramm sind." Als Höhepunkt des Spielbussommers bezeichnete Schubert das Abschlussfest auf der Abenteuerwiese des Jugendhauses, bei dem 500 Kinder waren.

    Ein kleines Problem war, dass manche Eltern Angebote buchten, obwohl ihre Kinder terminlich gar nicht konnten. Da sie aber nicht absagten, blieben die Plätze besetzt und Kinder auf der Warteliste kamen nicht zum Zug. Die kommunale Jugendarbeit will dem nun mit strengeren Stornobedingungen  entgegen wirken.

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