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    Schweinfurt

    Schweinfurts Wirtschaftsförderung setzt auf Vernetzung

    Pia Jost zieht im Hauptausschuss eine positive Bilanz und stellt die Projekte für nächstes Jahr vor. Warum aus ihrer Sicht der erste Wirtschaftstreff ein Erfolg war.
    Ein Projekt der Wirtschaftsförderung ist die Folierung von Schaufenstern leer stehender Geschäfte wie hier in der Spitalstraße mit Werbung. Der Eindruck ist besser, als in ein leeres Fenster zu blicken. Foto: Oliver Schikora

    Vernetzung, das ist das Schlagwort im 21. Jahrhundert. Firmeninhaber sind das gewohnt, sie tun es ständig und gerne, auch beim ersten Wirtschaftstreff, den die städtische Wirtschaftförderung im November im Chancencenter im Maintal veranstaltete. Wirtschaftsförderin Pia Jost war sehr angetan von dem Abend mit über 70 Teilnehmern, "eine schöne Vernetzungsveranstaltung", erklärte sie im Hauptausschuss.

    Die Veranstaltung war laut Jost von vielfältigen Aspekten geprägt und kam laut Auswertung auch gut an bei den Teilnehmern. Sozialreferent Jürgen Montag hatte unter anderem das Thema Kindergärten und Kindertagesstätten einmal ausführlicher vorgestellt, was für Firmen insoweit interessant ist, als die Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer wichtiger wird. Wer hier als Firma gut aufgestellt ist, hat es am Ende auch leichter, Fachkräfte zu finden. Citymanager Thomas Herrmann berichtete beim Wirtschaftstreff von den vielfältigen Initiativen, die Innenstadt zu beleben. Man halte engen Kontakt zu den Werbegemeinschaften und Hausbesitzern und tue viel für mehr Aufenthaltsqualität, zum Beispiel durch die neue Schaufensterfolierung oder den Blumenschmuck in der Stadt.

    "Wir haben tolle, hochwertige Geschäfte hier, weswegen man herkommen sollte", so Herrmann. Es gehe vor allem darum, Aufmerksamkeit zu erregen, was auch durch Veranstaltungen wie Schweinfurt bunt erleben oder das Konzert der Bigband der Bundeswehr gelungen sei. Den Kontakt zu den Unternehmen zu halten, ist Jost und Herrmann sehr wichtig. Sie haben schon zahlreiche Firmen besucht, einmal im Quartal ist auch der OB dabei, der ebenfalls mit der von ihm initiierten Mutterhaus-Tour den Kontakt zu den Zentralen der in Schweinfurt ansässigen Industrieunternehmen hält.

    Seit Anfang des Jahres ist die Stadt ebenfalls an der vom Landkreis initiierten Praktikumsbörse für Firmen beteiligt, berichtete Jost. Gut laufe auch das Firstfloor Kreativzentrum, bei dem zwei Büros und vier Co-Working-Spaces vermietet sind.

    Die Halle 237 in den Ledward Kasernen wird nicht abgerissen, es wird eine vielfältige Nutzung unter anderem durch die Fachhochschule geben. Foto: Oliver Schikora

    Im kommenden Jahr richtet die Wirtschaftsförderung ihren Fokus stark auf die Ledward-Kaserne. Zum einen steht die Sanierung der Halle 237 an, in der langfristig ein Zukunftstransferzentrum etabliert werden soll. Finanzreferentin Anna Barbara Keck hatte bei den Haushaltsberatungen vorgestellt, dass zunächst der Platz für Fachhochschule und das Fraunhofer-Institut genutzt wird, 2026 bei der Landesgartenschau die Halle teilweise zur Blumenhalle und zur Präsentationsfläche für die Wissenschaft und Industrie wird und danach Start-Up-Unternehmen zur Verfügung stehen soll.

    Die Wissenswerkstatt aus dem Rückert-Bau soll mittelfristig auch in die Kaserne ziehen, außerdem beschäftigt Jost natürlich der neue Robotik-Studiengang der Fachhochschule, der mittlerweile genehmigt ist. "Das ist eine einmalige Chance für Schweinfurt, wenn wir schnell genug sind. Wir müssen beim wissenschaftlichen Nachwuchs dafür werben, dass wir dazu kommen, wenn man an Schweinfurt denkt, denkt man an Robotik."

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