• aktualisiert:

    Schweinfurt

    Schwungvoller Auftakt in die 66. Kampagne

    Eine bunte Bühnenshow präsentierte die Turn- und Tanzgruppe unter der Leitung von Ingrid Klier. Foto: Anand Anders

    Schnapszahlen stehen in der närrischen Jahreszeit hoch im Kurs. Das beginnt schon mit dem Startschuss in die fünfte Jahreszeit immer zum 11.11. des Jahres. Mit Sondergenehmigung des Fränkischen Fastnachts-Verbandes durften die Narren der Schweinfurter Schwarzen Elf bereits zwei Tage vor dem offiziellen Termin den Startschuss in die 66. Session geben. Dass sie keineswegs im Rentenalter sind, sondern erst so richtig in Schwung kommen, bewies das Jubelprogramm mit vielen Höhepunkten. Elegant in Silber, Schwarz und Gold dekoriert bot die mit einer neuen Decke versehene Stadthalle den gebührend festlichen Rahmen für die fulminante Feier.

    Der Einzug der Stadtpfeifer war der Auftakt der stimmungsvollen Jubiläumsshow. Foto: Anand Anders

    Mit dem Einzug der Stadtpfeifer begann ein kurzweiliges Fest – und Sitzungspräsident Ludi Paul hatte in der Einladung beruhigt, dass keiner der Ehrengäste ein Grußwort vorzubereiten habe. Aber so ganz ungeschoren wollte er die Politiker dann doch nicht davonkommen lassen. Ob sie es wohl schaffen würden, wenigstens zusammen einen vernünftigen Satz zustande zu bringen? Bundesminister a.D. Michael Glos, Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Stadtratsmitglieder Reginhard von Hirschhausen, Ralf Hofmann und Stefan Labus sowie Staatssekretär Gerhard Eck gebaren dann "Wir Schwarzen gratulieren euch bunt zum Geburtstag". Bunt wurde es mit der Turn- und Tanzgruppe, die unter der Leitung von Ingrid Klier einen Rück- und Ausblick auf erfolgreiche Bühnenshows präsentierte.

    So ein besonderes Jubiläum bietet dann auch Platz für Ehrungen für besondere Verdienste. Sage und schreibe 50 Mitglieder erhielten den neu geschaffenen Sonderorden für 33 Jahre Mitgliedschaft, dem das beziehungsreiche Wort "Ich sah, die Welt ist voller Narren, denn jeder Mensch hat seine Sparren" eingeprägt ist. Hans Driesel, langjähriger "Hans Sachs" der ersten 33 Jahre blickte zurück auf prägende Persönlichkeiten der Gründungsjahre und betonte nicht ohne Stolz, dass kein Profi jemals in der Bütt gestanden habe. Stasi und Blasi setzten die Rückschau fort, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass pro Session mittlerweile an die 5000 Gäste erreicht werden, und das alles "ohne Zuschüsse und Sponsoring". Der Verein sei so jung aufgestellt wie in den Anfangsjahren, Nachwuchssorgen sei ein Fremdwort.

    Im Schnelldurchgang ging es frech und bissig durch die Liturgie einer Sitzung mit politischen, familiären und gesellschaftlichen Anspielungen, auf die diesjährigen Beiträge darf man gespannt sein.

    Als besondere Überraschung des Abends erhielt Georg Hümpfer als erst siebter Träger das Ehrenzeichen für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft vom Geschäftsführer des Kolpingwerks Bayern Willi Breher.

    Die Goldene Schweineschnauze erhielt Margit Sponheimer vom MCV Mainzer Carnevals Verein durch Ludwig Paul (links) und Paul Kuhn. Foto: Anand Anders

    Höhepunkt und Schlusspunkt zugleich war die Verleihung der "Goldenen Schweineschnauze für das freche Wort" an das Mainzer Urgestein "'s Margitsche", Margit Sponheimer vom MCV Mainzer Carnevals Verein, durch eine beziehungsreiche Laudation von Peter Kuhn. Sie war kaum zu bremsen und sang sich in die Herzen der Schweinfurter. Wie nahe sich die Franken und die Mainzer im Dialekt sind bekräftigte Sponheimer mit ihrem Karnevalshit "Gell, Du hast mich gelle gern", der in der Stadthalle zum Abschluss aus vollen Kehlen mitgesungen wurde.

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!