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    Gernach

    Senioren-Ehrentag im TSV-Sportheim der Gemeinde Kolitzheim

    Etwa vierzig Seniorinnen und Senioren waren der Einladung zum Senioren-Ehrentag der Gemeinde Kolitzheim ins Sportheim des TSV Gernach gefolgt. Gemeinderat Dieter Dietz hieß die Gäste, auch im Namen seines Gemeinderatskollegen Reinhard Heck zu diesem Ehrentag willkommen und führte durch das Programm. Begonnen hatte der Seniorenehrentag mit dem Mittagessen, für das die Gemeinde die Kosten übernahm. Der Willkommensgruß von Dieter Dietz galt Pfarrer Thomas Amrehn und den stellvertretenden Bürgermeister Martin Mack, und natürlich auch den Seniorinnen und Senioren, die der Einladung gefolgt waren.  Sein Dank galt Hugo Hetterich, dem Leiter des Seniorenforums in Gernach und seinem Team Inge Arlt, Monika Seitz, Rita Wirth, Sieglinde Back, Hermann Laarz und Alfred Glos, das ihn tatkräftig unterstützt, sowie dem Wirtschaftsteam des TSV Gernach unter Leitung der stellvertretenden Vorsitzenden des TSV Gernach, Mary Ann Fuchsberger. "Ihr bereitet die Nachmittage immer gut vor und versorgt uns bestens"– so sein Lob für das Team.

    Der Seniorennachmittag findet alle vier Wochen im TSV-Sportheim statt.  Sein Dank galt auch dem Gernacher Frauenbund, besonders Lydia Schug, die bei den Frauen um Kuchen angefragt hat, die der Frauenbund für den Senioren-Ehrentag spendet. "Mein Dank gilt allen, die sich das ganze Jahr über um die Senioren kümmern – auch im Rahmen der Nachbarschaftshilfe Gernach"– so Dieter Dietz.

    Zweiter Bürgermeister Martin Mack überbrachte den Dank der Gemeinde Kolitzheim. Die Senioren seien ein integrativer Teil der Dorfgemeinschaft in Gernach. Der "Tag der Großeltern", der an diesem Tag bayernweit – zum ersten Mal – gefeiert werde, treffe sich gut mit dem Seniorenehrentag, denn es gelte, die Wertschätzung für Omas und Opas zum Ausdruck zu bringen. Er erinnerte auch an das Erntedankfest, das kürzlich gefeiert wurde. "Die Senioren können dankbar sein für ihre Lebensleistung, sie verdienen aber auch Dankbarkeit für das, was sie für ihre Kinder und Enkelkinder leisten." Auch die neu gegründete Nachbarschaftshilfe wäre nicht möglich ohne die Mitwirkung der Senioren. Der Dank des zweiten Bürgermeisters galt auch dem Einsatz der Senioren in den verschiedenen Gernacher Vereinen.

    Nach einem kurzen Schlaglicht auf die verschiedenen Krisenherde weltweit, die zu großen Sorgen Anlass geben, informierte er über die aktuellen zentralen Themen, mit denen sich die Gemeinde auseinandersetze und nach guten Lösungen suche: Erweiterung der Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren, Erweiterung der Kindergärten, Ausweis von Baugebieten und der Bau des Feuerwehrhauses in Unterspiesheim. In Gernach stehe die Außenrenovierung der St.-Aegidius-Kirche auf der Agenda. Gernachs zentrale "Kennzeichen" seien die Kirche, das TSV-Sportheim und neuerdings das Haus Franziskus. Es sei eine gute Idee gewesen, dieses Haus entsprechend der aktuellen Nutzung zu benennen. "Wahlrecht ist Wahlpflicht" – mit diesen Worten appellierte er an die Senioren, bei der Kommunalwahl im kommenden Frühjahr zum Wählen zu gehen, und auch bei ihren Kindern und Enkeln dafür zu werben. Er schloss mit einem Zitat aus einer Ansprache von Papst Franziskus: "Ältere Menschen sind ein wesentlicher Teil der christlichen Gemeinde und der Gesellschaft, weil sie die Wurzeln und das Gedächtnis eines Volkes darstellen. Sie sind die Bäume, die weitere Früchte tragen, auch unter der Last der Jahre".

    Pfarrer Thomas Amrehn stellte die Heilige Theresia von Avila in den Mittelpunkt seiner Ansprache. "Ich würde sie als Patronin für Senioren vorschlagen, weil sie in ihrem Glauben und Leben auf eine reiche Erfahrung zurückschauen konnte – wie Sie"– so der Seelsorger. Sie war mit Gott auf Du und Du, plauderte mit ihm wie mit einem guten Freund. Als sie einmal vom Pferd gestürzt war, soll sie sich bei ihm beschwert haben: "Kein Wunder, dass du so wenige Freunde hast, wenn du sie so schlecht behandelst". Mit dieser Haltung kann sie uns Vorbild sein, wenn im Leben mal was danebengeht: Man darf sich über das Schwere im Leben ärgern, aber das Grundvertrauen in Gottes  Wohlwollen sollte darüber nicht verloren gehen.  Die Heilige ist auch bekannt für ihre Weitherzigkeit und ihren Humor, sie schlug im Kreis ihrer Mitschwestern das Tambourin und dichtete heitere Verse. Darauf von engherzigen Schwestern zur Rede gestellt, antwortete sie: "Frohsinn ist notwendig, um das Leben zu ertragen."

    "Theresia sah sich selbst als gesegnet an, deshalb konnte sie für andere zum Segen werden – das ist mein Wunsch für Sie hier und Ihre Lieben – so Pfarrer Amrehn. Um diesen Wunsch zu bekräftigen, verteilte der Priester Karten mit Segensaufklebern – so hat jeder die Möglichkeit, den Segen weiter zu verschenken. Bei Kaffee und Kuchen klang der Seniorenehrentag aus, dazwischen hatte Hermann Laarz zum traditionellen Gruppenfoto eingeladen, das jedes Jahr am Senioren-Ehrentag gemacht wird. Für gute Stimmung sorgten Mitglieder der Musikkapelle Gernach unter Leitung von Alfred Glos.

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