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    Bergrheinfeld

    Seniorenunion fordert Familien von Pflegekosten zu entlasten

    Der Vorstand der Seniorenunion Schweinfurt Land hat sich in der letzten Sitzung intensiv mit der derzeitigen Lage der Pflegeversicherung beschäftigt, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Derzeit gebe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bundesweit für fast 400 000 Menschen, die „Hilfe zur Pflege“ bekommen. Diese Sozialleistung übernimmt der Staat wenn das eigene Einkommen oder das Vermögen nicht reicht, um den Pflegedienst oder den Aufenthalt im Pflegeheim zu bezahlen.

    Im Durchschnitt liegt der Eigenanteil für einen Platz in einem Pflegeheim bei rund 1700 Euro im Monat. Viele Angehörige bringt das in finanzielle Bedrängnis, wenn die zu pflegenden Verwandten kein eigenes Vermögen haben und sie einspringen müssen. Mit dem Angehörigen-Entlastungsgesetz, das im Herbst vom Bundestag  beraten werden soll, will die Bundesregierung Familien entlasten. Union und SPD hatten es bereits in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen.

    Die Seniorenunion fordert eine umfassende und weitreichende Reform des Unterhaltsrückgriffs in der Sozialhilfe“. Kinder sollen sich sich künftig erst ab einem Jahreseinkommen von 100 000 Euro an den Pflegekosten ihrer Eltern beteiligen. Dies sei so Dieter Wagner, Bergrheinfeld, Vorsitzender der Seniorenunion Schweinfurt Land  „ein Signal, dass die Gesellschaft die teils unzumutbaren Belastung von Angehörigen“ anerkenne und die Situation dieser  unkalkulierbaren finanziellen Belastungen für die Angehörigen zu beseitigen. Die „Sozialhilfe muss sich dem gesellschaftlichem Wandel anpassen“.

    Bearbeitet von Lena Berger

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