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    Schraudenbach

    Siebener feiern: Sie sind "Träger der Demokratie"

    Das letzte Siebenerfest der Feldgeschworenengruppe West für Bezirksobmann Alfred Schäfer: (von links) Staatssekretär Gerhard Eck, Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl, Alfred Schäfer, Landrat Florian Töpper, Gerhard Hartmann (Vermessungsamt) und MdL Paul Knoblach. Foto: Hans-Peter Hepp

    "Tue Recht, fürchte Gott, scheue niemand!" Der scheidende Bezirksobmann Alfred Schäfer stellte das Motto der Feldgeschworenen in den Mittelpunkt seiner Rede im Sportheim Schraudenbach. Nach 25 Jahren legt der verdiente Siebener sein Amt nieder.

    Mit dem Treffen in Schraudenbach schließt sich  für ihn der Kreis: Vor 25 Jahren fand hier das letzte Mal ein Siebenerfest statt – mit dem damals neuen Bezirksobmann.

    In einem Festumzug marschierten die Siebener und die Ehrengäste – darunter Landrat Florian Töpper und die Bürgermeister, die zur Feldgeschworenengruppe West zählen, zur Kirche Sankt Jakobus. Pfarrer Michael Krammer stellte den Festgottesdienst unter das Motto "Grenzen" und schloss in seine Überlegungen auch das Grundgesetz mit ein. Ein sonorer Männergesang füllte  während des Gottesdienstes die Kirche .

    Fünf Neue

    Fünf "Neuverpflichtungen" vereidigte Landrat Töpper in der Kirche: Bernhard Emmerling (Mühlhausen), Johannes Schäfer (Sömmersdorf), Günter und Steffen Treutlein (beide Schnackenwerth) und Richard Vollmuth (Brebersdorf) sprachen die Eidesformel und zählen nun zu den Siebenern.

    Nach einem Gedenken für die verstorbenen Mitglieder – Ortsobmann Michael Rumpel zählte die Namen auf – begab sich der Festzug mit den Schraudenbachern Musikanten zurück zum Sportheim.

    Ehrungen

    Landrat Töpper übernahm die Ehrung verdienter Siebener. Für 25 Jahre Dienst wurden Erwin Pfister aus Geldersheim und Rainer Schindelmann aus Wülfershausen geehrt. 40 Jahre halten Werner Bonengel aus Brebersdorf, Willi Hörner (Bergrheinfeld) und Robert Sauer (Mühlhausen) den Feldgeschworenen die Treue. Und Martin Nöth (Wülfershausen)  gab vor 50 Jahren seinen Amtseid ab. 

    Bereits zum fünften Mal während ihrer Amtszeit konnte Edeltraud Baumgartl, Wernecks Bürgermeisterin, die Siebener in ihrer Gemeinde begrüßen. Im Ortsteil Schraudenbach waren die Feldgeschworenen zuletzt vor 25 Jahren zu Gast, erinnerte auch sie. Die Feldgeschworenen bezeichnete Baumgartl – wie die anderen Festredner auch – als Garanten für Recht und Ordnung.  Alfred Schäfer, der nach 25 Jahren als Bezirksobmann, zum letzten Mal das Treffen der Gruppe West organisierte, dankte Baumgartl für dessen unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz.

    Auch Landrat Töpper fand nur lobende Worte für die Feldgeschworenen, für das älteste kommunale Ehrenamt in Bayern. Sie leben den Rechtsstaat und sind Träger der Demokratie, meinte Töpper.

    Auf die kostengünstige Variante "Siebener" verwies Staatssekretär Gerhard Eck in seiner kurzen Rede. Mit hauptamtlichen Mitarbeitern in den Gemeinden und Behörden würde der Dienst der Feldgeschworenen ein Vielfaches kosten, führte der Landtagsabgeordnete aus, der in seiner Grußadresse auch für MdL Paul Knoblach (Garstadt) sprach.

    Mit Wortbeiträgen wendeten sich auch Gerhard Hauptmann  (Vermessungsamt), Herbert lang (Amt für Landwirtschaft) Johannes Krüger (Amt für ländliche Entwicklung) und Kreisbäuerin Barbara Göpfert an die Siebener. Sie dankten den Feldgeschworenen für deren unverzichtbare, verlässliche Arbeit und hoffen, dass man auch künftig immer wieder Nachwuchs für dieses wichtige Amt finden werde.

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