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    Schweinfurt

    So lief die Schweinfurter Vesperkirche 2020

    15 Tage Vesperkirche in Schweinfurt sind vorbei und Pfarrer Jochen Keßler-Rosa zieht Bilanz: Wie es in diesem Jahr lief und ob eine Vesperkirche 2021 geplant ist.
    Die Vesperkirche fand in Schweinfurt vom 26. Januar bis zum 9. Februar 2020 statt.
    Die Vesperkirche fand in Schweinfurt vom 26. Januar bis zum 9. Februar 2020 statt. Foto: Anand Anders

    Die sechste Auflage der Vesperkirche, die Kirche und Diakonie zusammen veranstaltet hatten, ist vorbei, und Pfarrer Jochen Keßler-Rosa zeigt sich zufrieden. "Unsere Erwartungen sind aufgegangen", sagt er auf Nachfrage dieser Redaktion. Insgesamt 6000 Essen seien ausgegeben worden, circa 400 pro Tag. Zwar seien zwei der 15 Tage nicht so stark besucht gewesen, an den anderen Tagen sei das Essen allerdings komplett weggegangen. 

    Kirche und Diakonie mussten in den vergangenen Jahren große Defizite tragen, weshalb die Austragung der Vesperkirche 2020 auf der Kippe stand. Auf etwa 40 000 Euro belaufen sich die Kosten der Veranstaltung, bei der die Gastgeber auf Spenden angewiesen sind. Die Kosten wolle man in diesem Jahr gedeckt haben, erklärt Keßler-Rosa. Das Spendenziel von 40 000 Euro sei bisher noch nicht erreicht worden, man sei jedoch "nicht mehr weit weg". Er hofft, dass in den nächsten Tagen das fehlende Geld noch zusammenkommt.

    Was in diesem Jahr anders war

    Was haben Kirche und Diakonie dieses Jahr anders gemacht? "Die Abläufe waren anders", erklärt Keßler-Rosa. Aus organisatorischen Gründen fand die Vesperkirche 2020 nur an 15 statt an 21 Tagen statt. Zudem habe man sich entschieden, die Vorspeisensuppe wegzulassen, weil die Wartezeiten in den Vorjahren immer so lange gewesen seien, sagt Keßler-Rosa. "Es war nicht das Hauptziel, etwas einzusparen", erklärt er.

    Der Eigenbetrag der Mahlzeiten war bewusst niedrig gehalten. Das Miteinander "über die sonstigen Grenzen des Alltags hinweg" stehe im Vordergrund, sagt Keßler-Rosa. "Es war wieder schön zu sehen, wie unbekannte Menschen miteinander in Kontakt getreten sind." Die Voraussetzung dafür sei das preisgünstige Essen, damit es sich jeder leisten könne. Für einen Betrag von 1,50 Euro bekamen Erwachsene – 50 Cent kostete das Essen für Kinder –  Hauptgericht, Getränke, Kaffee und Kuchen. 

    Täglich stand die Vesperkirche von 11.30 bis 14.30 Uhr offen, 300 ehrenamtliche Helfer waren im Einsatz. Um 13 Uhr wurde der Betrieb für drei Minuten durch ein geistliches "Wort in der Mitte" unterbrochen. Täglich wechselten die sozialen Angebote an den Infoständen. Auch für seelsorgerliche Gespräche standen Menschen bereit. Bei dem Benefizkonzert "Ohrenschmaus" musizierten Pfarrerinnen und Pfarrer selbst. Der Erlös ging wie jedes Jahr komplett an die Vesperkirche.

    Ob es eine Vesperkirche 2021 geben wird? Keßler-Rosa zeigt sich optimistisch.

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    Kommentare (1)

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