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    Eßleben

    Spendenerlös von 1300 Euro für Mukoviscidose Verein

    Musikverein Eßleben trat mit einem "Konzert im Advent" in der Pfarrkirche St. Georg auf. Foto: Sabrina Ziegler

    Es ist schon fast zur Tradition geworden, dass das „Konzert zum Advent“ des Musikvereins Eßleben vom Blechbläser Quintett eröffnet wird. So erklangen dieses Jahr am 2. Adventssonntag Pachelbels „Canon in D“ sowie „Halleluja“ von Leonard Cohen von der Empore durch die nur mit Kerzenschein beleuchtete Pfarrkirche St. Georg. Doch das Publikum musste nicht länger im Dunkeln sitzen. Im Altarraum formierte sich bereits das „Mittelalter“ der beiden Orchester. Die Musiker im Alter zwischen 14 und 18 Jahren spielten „Skyfall“ und „City of Stars“. Geleitet wurde dieses Jugendensemble von der Dirigentin des Blasorchesters, Katharina Deppisch.

    Bevor das Flötenensemble "Triple Scoop Ice Cream" ebenfalls von der Empore spielte, war das Jugendorchester unter der Leitung von Kristina Steinrichter mit dem bekannten Canon „Dona Nobis Pacem“, dem schwungvollen Weihnachtslied „Feliz Navidad“ sowie „In der Weihnachtsbäckerei“ von Rolf Zukowski zu hören. Das Blasorchester eröffnete seinen Teil des Konzerts mit der „Paraphrase über Tochter Zion“. Nach dem ruhigen „Sleepsong“ waren die bekannten Melodien aus „Der Nussknacker“ zu hören. Nach „O Magnum Mysterium“ und „Cinderella’s Dance“ ging es mit Chris Reas „Driving Home for Christmas” aufs Ende des Konzertes zu. Zum Abschluss spielten das Jugend- und das Blasorchester gemeinsam „Lasst uns froh und munter sein“, bei dem das Publikum kräftig mitsang. Die Harmonie der beiden Orchester gefiel den Zuhörern so gut, so dass sie noch eine Zugabe – „The Millenium Song“ – forderten.

    Der Spendenerlös ist in diesem Jahr für die Regionalgruppe Unterfranken des Mukoviscidose Vereins Bonn bestimmt und erreichte eine Rekordsumme von 1300 Euro. Mukoviscidose ist eine behandelbare aber nicht heilbare Erbkrankheit. Bei den Betroffenen bildet sich ein zähes Sekret, das Organe wie Lunge und Bauchspeicheldrüse schädigt. In Deutschland leben etwa 8000 Betroffene und jedes Jahr kommen etwas 150 bis 200 Kinder mit Mukoviscidose auf die Welt. Mit den Spendengeldern sollen Forschungsprojekte und die Entwicklung von medizinischen Behandlungsmöglichkeiten finanziert werden, welche die Lebenserwartung enorm steigen konnten. Vor nicht allzu langer Zeit mussten Eltern damit rechnen, ihr Kind frühzeitig zu verlieren. Inzwischen können viele Betroffene ein viel höheres Lebensalter erreichen. Die Regionalgruppe Unterfranken unterstützt außerdem betroffene Familien, bietet Seminare und hilft bei akuten Verschlechterungen und Lebenskrisen. Gerade die Arbeit der Beratungsstelle vor Ort ist eine große Stütze.

    Bearbeitet von Peter Kallenbach

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