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    Schweinfurt

    Stadt und Landkreis wollen Gesundheitsnetzwerk aufbauen

    45 Akteure nahmen am konstituierenden Treffen des Gesundheitsforums der Gesundheitsregionplus im Landratsamt Schweinfurt teil. Foto: Uta Baumann

    Seit vergangenem Jahr sind Stadt und Landkreis Schweinfurt "Gesundheitsregionplus". Mit dem Start des gemeinsamen Projekts zeigten sich die Verantwortlichen bei einem Gesundheitsforums mit Akteuren aus dem Gesundheitsbereich zufrieden. Sowohl die Haushaltsbefragung als auch Vor-Ort-Termine in Stadt und Landkreis Schweinfurt seien bei der Bevölkerung auf großes Interesse gestoßen, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes.

    Insgesamt 45 Akteure nahmen auf Einladung von Landrat Florian Töpper und Oberbürgermeister Sebastian Remelé am konstituierenden Treffen des Gesundheitsforums der Gesundheitsregionplus im Landratsamt Schweinfurt teil. "Ihr zahlreiches Erscheinen zeigt, dass das Interesse und die Relevanz für das Thema Gesundheitsversorgung und -vorsorge zukunftsfähig zu gestalten, deutlich vorhanden ist", betonte Landrat Töpper.

    37 000 Fragenbögen wurden verschickt

    Die Vertreter aus Politik, der ambulanten und stationären Gesundheitsversorgung und Prävention, der Pflege, verschiedener Verbände und Netzwerke wie auch Patientenfürsprecher zeigten sich interessiert an der Mitwirkung in diesem Projekt. Sie alle eint das Ziel, eine sektorenübergreifende Vernetzung voran zu bringen. "Dies ist ein wesentlicher Schritt für die Gesundheitsregionplus und der Startschuss für alle weiteren Projektschritte", betonte Anja Lehmeyer, die seit Juli 2019 mit dem Aufbau der Gesundheitsregionplus betraut ist.

    Nach der Förderzusage durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und der Einrichtung der Geschäftsstelle ist der Aufbau eines Netzwerks aus Experten verschiedenster Disziplinen und Institutionen die Grundlage, um gemeinsam Lösungen für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung und -vorsorge in der Region zu erreichen. "Nur wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, ist eine möglichst flächendeckende Versorgung zu erreichen", bestärkt Oberbürgermeister Remelé.

    Dass immer wieder Probleme bei der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie bei der Inanspruchnahme von Präventionsangeboten auftreten, zeigte die im Vorfeld durchgeführte Bürgerbefragung. 37 000 Fragebögen waren verschickt worden, von denen 6500 zurückgesendet wurden. "Mit der Rücklaufquote von fast 18 Prozent sind wir sehr zufrieden. Es zeigt, dass das Thema Gesundheit für die Bevölkerung ein wichtiges ist", so Lehmeyer. Auch bei ihren insgesamt sieben Vor-Ort-Terminen in Stadt und Landkreis Schweinfurt habe sie wichtige Impulse erhalten. Weitere Schritte werden nun dieses Jahr in den Arbeitsgruppen festgelegt.

    Aus dem Gesundheitsforum haben sich drei Arbeitsgruppen mit je etwa 20 Teilnehmern gebildet, die sich gezielt den Themen Gesundheitsversorgung, Pflege und Gesundheitsvorsorge widmen werden. 

    Bearbeitet von Irene Spiegel

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