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    Stadtlauringen

    Stadtlauringen: Um Staatspreis für Rückert-Poetikum beworben

    Von wuchtigen Lindenbaum beschattet: Der Kirchplatz in Mailes. Foto: Roland Frühwacht

    Es geht voran bei der Dorferneuerung "Haßbergtrauf" in der Gemeinde Stadtlauringen. Sichtlich zufrieden folgte Bürgermeister Friedel Heckenlauer mit seinen Gemeinderäten den Erläuterungen von Veselin Kolev. Der Mitarbeiter am Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken (ALE) gab in der Gemeinderatssitzung einen Sachstandsbericht über dieses Pilotprojekt, das die Dorferneuerung für die Orte Birnfeld, Mailes, Oberlauringen und Wetzhausen zusammenfasst.

    Gut ein Drittel ist bereits verbaut

    Kolev bezeichnete Stadtlauringen als eine "Vorzeigegemeinde für das ALE im Hinblick auf die ländliche Entwicklung". Von den 2,77 Millionen Euro Fördermitteln wurde eine Million bereits verbaut. Diese verteilt sich auf die Ortsteile Birnfeld (130 000 Euro), Mailes (360 000 Euro), Oberlauringen (390 000 Euro) und Wetzhausen (60 000 Euro). Für überörtliche Maßnahmen wurden vom ALE 60 000 Euro an Fördermitteln bereitgestellt.

    In Birnfeld wird der neue Bildstock an der Schäferei vom Restaurator Petro Schiller bis September fertiggestellt werden, sicherte Veselin Kolev zu. Zweiter Bürgermeister Winfried Reß merkte an, dass im Ort die Ausweisung eines "Bildstockweges" angedacht ist. Er führt zu fünf Bildstöcken im Ort und acht Bildstöcken in der Flur. Hinweise dazu sollen eine Infotafel und ein Flyer den Besuchern der Ortschaft geben.

    Planung für Brauhausstraße wird vorgezogen

    Die Entwurfsplanung des Büros Glanz für das Brauhausumfeld in Birnfeld wird derzeit geprüft und Plangenehmigungsakten vorbereitet. Baubeginn ist für Herbst 2020 oder Frühjahr 2021 geplant. Die Planung für die Brauhausstraße wird vorgezogen, da die Schlossgasse komplexer zu planen ist. Bis zum Schloss Birnfeld soll diese neu gestaltet werden. Der Lückenschluss am Sportplatz ist ebenfalls förderfähig. Der Arbeitskreis für die Vorplanung tagt noch im Sommer 2019 und der Baubeginn könnte im Herbst 2021 oder Frühjahr 2022 erfolgen. "Der wirtschaftliche Betrieb eines Nahwärmenetzes in Birnfeld ist in Frage zu stellen", so Veselin Kolev. Eventuell soll dieses Projekt der Dorferneuerung zugunsten einer anderen Maßnahme aufgegeben werden.

    Natur pur: Das "Sääla" in Mailes. Foto: Roland Frühwacht

    Der Vorentwurf für die Umgestaltung des Kirchenumfeldes in Mailes wurde bereits vom Amt für Ländliche Entwicklung geprüft. Veselin Kolev bekräftigte, dass mit einem Baubeginn im Herbst 2020 oder Frühjahr 2021 gerechnet werden kann. Die Neugestaltung des "Säälas" und der Dorfrundweg in diesem Ort soll nun Fortschritte machen. Die Vorplanung ist zusammen mit dem Arbeitskreis für Herbst 2019 geplant. Die Gemeinde bemüht sich zurzeit um den dafür nötigen Grunderwerb. Baubeginn ist nach Veselin Kolev wahrscheinlich Herbst 2021 oder Frühjahr 2022.

    Für Oberlauringen soll der Vorentwurf für die Platzgestaltung "Am Plan" im Sommer 2019 präsentiert werden, der Beginn der Arbeiten dazu könnte im Frühjahr 2021 erfolgen.

    In Wetzhausen wird ein Domizil für die Theatergruppe weiterhin von der Bürgerschaft befürwortet, jedoch solle es kostengünstiger erstellt werden können. Eventuell soll das Projekt zusammen mit anderen Ortsvereinen verwirklicht werden.

    Für die Gestaltung des "Rückert-Poetikums" in Oberlauringen hat sich die Gemeinde mit Unterstützung vom ALE um den Staatspreis für "Dorferneuerung und Baukultur" beworben. Eine Entscheidung wird im Herbst dieses Jahres erwartet, kündigte Veselin Kolev an.

    127 000 Euro für bislang 49 Maßnahmen

    Im privaten Bereich wurden seit 2005 insgesamt 49 Maßnahmen mit 127 000 Euro bereits ausgezahlt Trotzdem könnte gerade im privaten Bereich noch mehr getan werden. Deswegen solle dafür noch geworben werden. Pro Anwesen könne eine kostenlose Beratung durch einen Dorferneuerungsarchitekten für die Bausubstanz und eine für den Vorbereich oder Hof in Anspruch genommen werden, selbst wenn noch keine konkrete Planung vorliege. Vor einer Genehmigung dürfe eine Baumaßnahme nicht begonnen werden. Der Fördersatz beträgt bis zu 35 Prozent der zuwendungsfähigen Nettokosten, höchsten aber 50 000 Euro. Die Bagatellgrenze liegt bei 1000 Euro.

    Bürgermeister Friedel Heckenlauer lobte die gute Zusammenarbeit mit dem ALE. Er regte an, dass manche Projekte der Dorferneuerung in den vier Orten nach Möglichkeit zeitiger vorangebracht werden sollten.

    Verbesserungen sieht der Arbeitskreis Dorferneuerung in der Birnfelder Schloßgasse. Foto: Roland Frühwacht

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