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    Region Gerolzhofen

    Standpunkt: Der in Kauf genommene Tod einer Bahnstrecke

    Die leichtfertige und voreilige Zerstörung teurer Infrastruktur ist volkswirtschaftlich wie betriebswirtschaftlich ein Unding, ohne zuvor abgewartet zu haben, was die Überprüfung der Chancen für eine Reaktivierung der Steigerwaldbahn ergeben hat. Noch dazu, wenn die Strecke hier zum Schleuderpreis an einen Schrotthändler oder Spekulanten verscherbelt werden soll und dadurch der Nutzwert zum reinen Spekulationswert verkommt.

    Dafür, die Chancen für eine Wiederaufnahme des Schienenbetriebs auf der Strecke zwischen Kitzingen und Schweinfurt  durch die zuständige staatliche Bayerische Eisenbahngesellschaft prüfen zu lassen, setzen sich inzwischen bekanntlich die Landkreise Schweinfurt und Kitzingen wie auch die Städte Schweinfurt und Gerolzhofen ein. Umso wichtiger wäre es in einer Zeit, in der eine Verkehrswende bitter Not tut, vor einer Demontage zu wissen, wie groß die Potenziale der Strecke überhaupt sind.

    Sollte sich herausstellen, dass die Deutsche Bahn hier über die DB Immobilien GmbH-Tochter Staatseigentum, dessen Wert sich zu einem hohen Maß aus den verbauten Stahlschwellen und den einst der Bahn kostenlos von den Anrainergemeinden überlassenen Grundstücken ergibt, aus purem Eigennutz deutlich unter Wert verkauft oder schon verkauft hat, statt sie für einen möglichen Bahnbetrieb zu erhalten, wäre dies in der Tat ein Fall für den Rechnungshof oder gar für den Staatsanwalt, wie schon die ersten Stimmen fordern.

    Wie ist es zu verstehen, dass die in Bundes- und Landtag sitzenden maßgeblichen Abgeordneten aus  der Region eisern dazu schweigen, dass hier durch die Schaffung vollendeter Tatsachen die mögliche Reaktivierung einer Bahnstrecke sabotiert und auf diese Weise Bahn-Infrastruktur verschleudert werden soll?

    Wer und was stecken genau hinter dem Plan, die Steigerwaldbahn aufs tote Gleis zu schieben? Warum wird der Tod der Bahntrasse billigend in Kauf genommen?

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