• aktualisiert:

    GEROLZHOFEN

    Standpunkt: Forstbetrieb hat Natur und Vertrauen zerstört

    Das was im Weilersbachtal passiert ist, ist kein Kavaliersdelikt. Durch Aktionen wie diese wird nicht nur ein Stück Natur, sondern auch ein Stück weit Vertrauen zerstört, das die Menschen in die Verlautbarungen der Bayerischen Staatsforsten setzen. Demnach bedürfe es keines zusätzlichen Schutzes der wertvollen Buchenwälder im Ebracher Staatswald oder zumindest keines größeren komplett aus der forstwirtschaftlichen Nutzung genommen Schutzgebietes, weil die Förster von sich aus hinreichend für den Schutz des Waldes und der hier lebenden Arten sorgen würden.

    Viele Menschen im Steigerwald und um den Steigerwald herum sind unentschlossen, was das Thema Nationalpark anbelangt. Viele haben sich deshalb auf die Versicherungen des Forstbetriebs zum Schutz der Natur und der Biodiversität verlassen und gestützt. Umso schwerer wiegt die Zerstörung eines Bachlaufs in einem Naturschutzgebiet durch den Einsatz schwerer Forsterntemaschinen.

    Auch selbst auferlegte Beschränkungen bei der Holznutzung werden nicht immer eingehalten, wie sich in besonderer Weise 2013 im „Krackentännig“ an der B22 bei Neudorf gezeigt hat. In dem Waldstück, für das seit der Forstreform 2005 der benachbarte Forstbetrieb Arnstein zuständig ist, war die nach Einschätzung von Experten schönste und stärkste Stieleiche der Staatswälder ganz Mainfrankens gefällt worden, um sie zu Geld zu machen.

    Dies geschah, obwohl die Eiche über dem von den Staatsforsten für Methusalem-Bäume herangezogenen Limit lag. Diese Baumgiganten sind normalerweise tabu und dürfen ungestört vor sich hinaltern.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!