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    Dingolshausen

    Stetig steigende Einkommenssteueranteile

    Ausführlich ging Bürgermeister Lothar Zachmann bei der diesjährigen Bürgerversammlung auch auf die Finanzen der Gemeinde und die Gebühren ein. Diesmal spannte er jedoch einen weiteren Bogen und stellte die Finanzsituation im Jahr 2013 – vor der großen Investition am ehemaligen Brauereigelände – dar. Damals lag der Schuldenstand bei 953 000 Euro (735 Euro pro  Kopf), bevor man im Jahr 2014  stolze 650 000 Euro Kreditneuaufnahme zu schultern hatte.  

    Insgesamt war in den Folgejahren noch ein weiterer Anstieg der Verschuldung vorgesehen, der  jedoch nicht in Anspruch genommen werden musste. Die Schuldenspitze 2015 von 1,658 Million Euro wurde dann kontinuierlich abgebaut. Eine gute Finanzlage, vor allem die stetig steigenden Einkommenssteueranteile und auch Spitzen bei der Gewerbesteuer halfen dabei. 2019 kann die Gemeinde erstmals über 800 00 Euro Einkommensteueranteil  erwarten, was für die Gemeindegröße eine erfreuliche Zahl ist. Die Gewerbesteuereinnahmen reduzieren sich jedoch auf 130 000 bis 150 000 Euro.

    Insgesamt habe man das ehrgeizige Ziel erreicht, zum Ende der Legislaturperiode unter eine Millionen Euro Schulden zu haben. Momentan kann Zachmann von etwa 900 000 Euro, das wären 680 Euro pro Kopf,  ausgehen. Zu Beginn seiner Amtszeit hatte die Gemeinde 770 000 Euro Schulden, was damals 640 Euro pro Kopf entsprach.

    Allerdings wurden in dieser Zeit über 18 Millionen Euro in dem Steigerwaldort investiert, wovon etwa acht Millionen Euro aus Zuschussgeldern stammten.  Schwerpunkte waren hier die Dorferneuerung in beiden Gemeindeteilen, das Hümmergelände mit dem Frei:Raum und dem Bauhof, das Feuerwehrhaus, der Kindergarten sowie  der Breitbandausbau.

    Höhere Kanalgebühren

    Am Ende gab es noch ausführliche Informationen über die Gebührenhaushalte. In Bischwind, zeichnet sich eine Gebührenerhöhung sowohl bei den Wasser- als auch bei den Abwassergebühren ab.  Da diese im Moment mit  0,80 Euro und 1,00 Euro pro Kubikmeter sehr niedrig liegen, können die Kosten nicht mehr gedeckt werden und die ehemals vorhandene Rücklage ist aufgebraucht. In Dingolshausen liegen die Gebühren bei 1,60 Euro und 1,20 Euro je Kubikmeter. Aufgrund der vorhandenen Rücklagen wird die verpflichtende Neukalkulation voraussichtlich keine Veränderung bringen.

    Beim Ausblick des Bürgermeisters auf das Jahr 2020 wurde deutlich, dass es auch weiterhin viel zu tun gibt. Zachmann ging auf die Neuordnung der Region Main-Steigerwald und auf das Hochwasser- und Bewässerungskonzept ein. Außerdem wird man in die Kernwegeplanung einsteigen und weitern Straßenunterhalt planen. Bei einer entsprechenden Förderung wird auch der Breitbandausbau weiterhin Thema bleiben. Das weitere Vorgehen bezüglich der Wohnbebauung und auch die Sanierung des Sportheimes werden ebenfalls wichtige Projekte sein.

    Bei der anschließenden Diskussionsrunde kamen vor allem Fragen nach der Sanierung des Weges zur ehemaligen Bauschuttdeponie auf, der nach Meinung einiger anwesenden Bürger schnellstmöglichst ausgebessert oder erneuert werden sollte. Weiterhin wurde der Wunsch nach einem Radweg zwischen Dingolshausen und Bischwind geäußert und nach dem Stand des Breitbandausbaus gefragt. In Bischwind wurde angeregt, auf dem Spielplatz vorhandene Steinrabatten mit Matten abzudecken, um die Verletzungsgefahr für die Kinder zu minimeren. Auch die Zone-30-Markierungen oder die Sanierung landwirtschaftlicher Wege wurden im kleineren Ortsteil angesprochen.

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