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    Schallfeld

    Straßenschäden durch Schwerlastverkehr

    Der vor zwei Wochen eingeebnete ehemalige Schulplatz in Schallfeld soll zum Tag der offenen Gartentür am 28. Juni mit Gras und Blumen angesät werden.
    Der vor zwei Wochen eingeebnete ehemalige Schulplatz in Schallfeld soll zum Tag der offenen Gartentür am 28. Juni mit Gras und Blumen angesät werden. Foto: Lothar Riedel

    Zur Bürgerversammlung ins Schallfelder Sportheim waren 45 Zuhörer, darunter neun Lülsfelder gekommen. Es war die letzte Bürgerversammlung des scheidenden Bürgermeisters Wolfgang Anger.

    Weil die Linde vor dem Wohnhaus Lösch in einem schlechten Zustand mit zahlreichen dürren Ästen sei, fragte Herbert Sassmann nach, ob sie gefällt werden könnte. Walter Lösch teilte mit, dass haufenweise Feuerkäfer von der Linde in sein Wohnhaus krabbelten, was äußerst unangenehm sei. Nach Aussage von Wolfgang Anger habe er dieses Problem bei mehreren Kontakten mit der unteren Naturschutzbehörde bereits angesprochen. Laut Behörde sei eine Entfernung des Baums derzeit nicht erlaubt.

    Sylvia Bäuerlein teilte mit, dass die Durchsagen der Ortsrufanlage in ihrer Nähe schlecht zu hören seien. Der Bürgermeister sagte zu, eine Firma zur Störungsbeseitigung zu beauftragen. Erwin Fackelmann bemängelt den schlechten Zustand der Linde an der Ortsausfahrt nach Brünnau und schlug eine Sanierung vor. Weiter wollte Erwin Fackelmann wissen, wie der Stand des zukünftigen Baugebiets sei und ob der Bürgermeisterbewerber in die Grundstücksverhandlungen bereits miteingebunden ist?

    Verhandlungen stagnieren

    Der Bürgermeister antwortete, dass Grundstücksangelegenheiten grundsätzlich nicht öffentlich behandelt und aus Rechtsgründen keine Wahlbewerber darüber informiert werden dürften. Nach der Wahl am 15. März wird der zukünftige Bürgermeister in die Verhandlungen miteingebunden werden. Derzeit stagnierten die Verhandlungen aus behördlichen Gründen; ob diese Angelegenheit bis zum 1. Mai  abgeschlossen sein wird, sei derzeit unklar.

    Auch über den Stand der Schulplatzplanung wollte Erwin Fackelmann informiert werden. Laut Anger kann sich die Gemeinde die Bauträgerschaft eines Tagespflegeheimes nicht leisten, es wären damit zu hohe finanzielle Aufwendungen verbunden. Zudem darf die Gemeinde aus rechtlicher Sicht keine Genossenschaft gründen, lediglich eine finanzielle Beteiligung wäre vorstellbar.

    Einrichtung für Tagespflege

    Laut Information mehrerer in Frage kommender Bauträger ist das Gelände zwar gut, die wirtschaftliche Prognose für ein Pflegeheim allerdings unsicher. Rainer Hawelka stellte die Frage, für wie viele Senioren das Gebäude angedacht sei. Anger nannte 20 Tages- oder zehn Vollzeitpflegeplätze. Der Bürgermeister schlug vor, Interessenten an einer Genossenschaft sollten sich melden, die Gemeinde werde eine solche unterstützen.

    Helmut Fackelmann warf ein, dass eine solch angedachte Tagespflegeeinrichtung auch in das alte und leerstehende Schulgebäude hätte eingebaut werden können. Laut Bürgermeister Anger sei das nicht möglich gewesen, da kein Aufzug vorhanden war und ein Umbau der Schule bereits vor etwa zehn Jahren über eine Million Euro gekostet hätte.

    Schäden durch Biber

    Helmut Fackelmann stellte fest, dass ein Biber an der Kläranlage erhebliche Schäden anrichtete und seine Bauten regelmäßig entfernt werden müssten. Fackelmann wollte wissen, ob das Tier vertrieben – oder besser – erlöst werden könnte. Laut Anger steht der Bieber unter Naturschutz. Die zuständige Behörde und auch ein Jäger sind informiert. Das Tier muss zunächst gefangen und darf dann erst erlöst werden. Wegen einer anderen Lösung reagierte das bereits informierte Landratsamt Schweinfurt bisher nicht.

    Bernhard Bedenk bemängelte die vielen gerissenen Rinnsteine im Ort. Die Schäden sind durch den Schwerlastverkehr während des Ausbaus der B 286 entstanden. Joachim Bördlein vom Landkreisstraßenbauamt Schweinfurt war anwesend und teilte mit, dass die beschädigten Rinnsteine in absehbarer Zeit erneuert würden.

    Marco Hanf beschwerte sich über das mangelhafte Aufmaß des Polterholzes. In den letzten Jahren sei das verkaufte Gemeindeholz weniger gewesen als angegeben. Der Bürgermeister versprach, das Brennholz vor der Versteigerung zukünftig nochmals vermessen zu lassen. Anschließend stellten sich einige Gemeinderatsbewerber für die Kommunalwahl aus Schallfeld und Lülsfeld sowie der Bürgermeisterbewerber Thomas Heinrichs, wie am Vorabend in Lülsfeld, vor.

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