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    SULZDORF

    „Sulzdorf lädt zum Kennenlern-Kaffee“

    Gelebtes Miteinander auf dem Spielplatz von Sulzdorf. Foto: Gudrun Zimmermann

    Ein heißer Sommertag ist dieser 27. Juli – trotzdem treffen auf dem Sulzdorfer Spielplatz immer mehr Menschen ein. Sie sind eine Gemeinschaft – das demonstrieren sie schon durch ihr Kommen, auch wenn sie unterschiedlicher kaum sein könnten.

    Der Grund: Zwei syrische Familien haben in der alten Sulzdorfer Schule eine Bleibe gefunden. Mit Hilfe eines Sonderförderprogrammes der Ländlichen Entwicklung zur Schaffung von Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge konnte die Renovierung des ortsbildprägenden Gebäudes durch den Markt Stadtlauringen umgesetzt werden. Im Erdgeschoss entstand eine Mietwohnung mit 81 Quadratmetern, im Obergeschoss eine mit 90 Quadratmetern. Da sich die Familien schon etwas eingelebt haben, wurden sie durch den Bürgermeister und seinen Stellvertreter auch „offiziell“ begrüßt und mit kleinen Präsenten bedacht, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde.

    Die Freude und die Freundlichkeit ist auf beiden Seiten zu spüren – aber auch Neugierde schwingt mit: Wie ist die Verständigung? Sind die „Neuankömmlinge“ gewillt, sich zu integrieren? Deshalb hatte auf Initiative des Bürgermeisters die örtliche Beauftragte der Vorstandschaft Dorferneuerung Sulzdorf, Gurdrun Zimmermann, zum Kennenlern-Kaffee geladen.

    Erstaunlich schnell sind die Sprachbarrieren überwunden, denn die syrischen Familien sprechen bereits gut deutsch oder verstehen sehr viel, was ihre Augen und ihre Gesten beweisen. Die sieben Kinder kennen sowieso keine Barrieren – auf den Spielgeräten tummeln sie sich mit Gleichaltrigen, da spielen Herkunft und Hautfarbe keine Rolle.

    Die fleißigen Frauen des Ortes steuerten selbstgebackenen Kuchen bei. Die syrischen Frauen boten ihre Spezialitäten an, aber auch weitere landestypische Leckerbissen konnten probiert werden. Essen verbindet – ein Resümee, was aber nicht vollständig ist. Denn schon seit Jahren hat Sulzdorf ein multikulturelles Gemeinschaftsleben.

    Aus Japan, Polen, Slowenien, Italien, Indien, Russland, Rumänien und nun auch Syrien stammen die Menschen, die – auch dank der Sulzdorfer Bürger – ihre Heimat zwar im Herzen tragen, aber in der Marktgemeinde ihr Zuhause gefunden haben.

    Bearbeitet von Horst Breunig

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