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    Schweinfurt

    Theater: "Motown goes Christmas"  voller Rhythmus und Power

    Die vier umjubelten Aufführungen von "Motown – die Legende" im Vorjahr durften nicht ohne Folgen bleiben: Am Sonntag setzten die vier Sänger, Tänzer und Entertainer Wilson D. Michaels, Marshall Titus, Julius Williams III und Ashley Washing und eine exzellente Begleitband mit "Motown goes Christmas" das ausverkaufte Theater unter Hochspannung.

    Das Publikum war hellauf begeistert von den 30 abwechslungsreich präsentierten Christmas-Songs im mitreißenden Motown-Sound, der vom Funk der 50/60er-Jahre geprägt war – einer expressiven Mischung aus Soul, Rhythm & Blues und Jazz, die offensichtlich auch heute noch wirkt.

    "Motown-Records" nannte der Afroamerikaner Berry Gordy sein 1959 gegründetes Plattenlabel, das zu einem der erfolgreichsten der Welt werden sollte. "The Funk Brothers" war der Name von einem Dutzend Sessionmusikern, die abwechselnd die instrumentale Grundlage des spezifischen Motown-Sounds bildeten: Etwa die explodierenden Saxofon- und Gitarren-Breaks, den pulsierenden Bass oder das treibende Schlagzeug mit der dominierenden Bassdrum. Aber auch die Band aus Stephan Kraus (Keyboard und Leiter), Martin Werner (Gitarre), Joscha Glass (Bass), Maximilian Semrau (Saxofon) und Ricky Denis (Schlagzeug) sorgte mit den erwähnten Zutaten für einen unwiderstehlich groovenden Rhythmus.

    Im Vordergrund stehen die vier Sänger und Tänzer auf einer glitzernden Showbühne (Rolf Spahn), erzählen von der Sehnsucht nach Weihnachten, von der Vorfreude auf das schönste Fest, und verraten dabei: "I saw Mommy kissing Santa Claus". Neben den Rhythmus betonten Songs wie "Santa Claus is coming to Town", "Jingle Bell Rock" oder "Rudolph the red nosed Reindeer” gibt es auch Leises, Besinnliches wie "I'll be home for Christmas" oder das andachtsvoll gesungene "The first Noel".

    Das Vermächtnis von Motown ist die Liebe

    Eine wichtige Botschaft der afroamerikanischen Sänger wird mit Beifall aufgenommen: "Diese Musik erinnert uns daran, dass wir mit unseren Wünschen und unserer Sehnsucht alle gleich sind. Dass wir uns alle respektieren sollten. Und – das Vermächtnis von Motown ist die Liebe". Im Finale treffen sich das a cappella gesungene "Stille Nacht" und ein Medley bekannter Weihnachts-Hits zu einem großartigen musikalischem Feuerwerk, das das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinreißt. Stehende Ovationen, rhythmisches Klatschen, dann die Zugabe: "I am dreaming of a white Christmas" im treibenden Motown-Sound.

    Zu Beginn wünschte Theaterleiter Christian Federolf-Kreppel dem Publikum, sich auch mit diesem Abend etwas auf das schönste Fest des Jahres einstimmen zu lassen. Dabei bedankte er sich bei Peter Schleich, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Schweinfurt/Haßfurt, für die langjährige Kooperation, die auch bei dieser Veranstaltung zum Tragen kam.

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