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    Zeuzleben

    Traditionelles „Mal“ nach dem Sonntagsgottesdienst

    Das traditionelle „Mal“ nach dem Gottesdienst am Erntedankfest führt die Dorfgemeinschaft einmal im Jahr zusammen. Die Marktgemeinderäte Franz Brückner als Spießträger und Erich Eichelmann als Dorfoberhaupt (von links) informierten über aktuelle Ereignisse und Vorhaben im Dorf. Unter den aufmerksamen Zuhörern war auch Altbürgermeister Paul Heuler (rechts neben dem Jungen). Die Gedenktafel für das „Mal“ hatte vor zehn Jahren der ehemalige VW-Club in den Boden einsetzen lassen. Foto: Horst Bauer

    Zum traditionellen „Mal“ nach dem Sonntagsgottesdienst am Erntedankfest waren die Bürgerinnen und Bürger in Zeuzleben eingeladen. Wie die Gedenktafel am Treffpunkt neben dem Turm der Pfarrkirche Auskunft gibt, versammelte sich bis zur Gemeindegebietsreform im Jahr 1972 die Dorfgemeinschaft nach dem sonntäglichen Kirchgang vor dem Gotteshaus, um Aktuelles aus dem Mund des Bürgermeisters zu erfahren. Das war die übliche Bekanntgabe wichtiger Beschlüsse des Gemeinderats und besonderer Vorhaben. Auch Mitteilungen aus dem Landratsamt wurden bekannt gegeben. Heute erhält jede Haushaltung das Amtsblatt der Marktgemeinde Werneck.

    Wie in früheren Jahrzehnten stand schon das Ortsoberhaupt, verkörpert von Marktgemeinderats Erich Eichelmann, am Treffpunkt, als die Leute aus der Kirche kamen und sich versammelten. Als Spießträger in wetterfester Kleidung und mit Hut war Zeuzlebens zweiter Gemeinderat Franz Brückner zu erkennen. Der Spießträger war früher im Dorf unterwegs, um nach dem Rechten zu sehen. Auf fremde Personen wie Diebe und Einbrecher hatte er ein Auge zu werfen. Auch auf eventuelles Feuer hatte er zu achten und bei Unruhe in den Ställen nachzuschauen. Die Aufgabe des Wachdienstes während der Sonntagsmesse wechselte zum jeweiligen Nachbarn, an den der Spieß weitergegeben wurde.

    „Keine besonderen Vorkommnisse,“ vermeldete Spießträger Brückner. Gemeinderat Eichelmann gab bekannt, dass in Zeuzleben kein freier Bauplatz mehr in Gemeindehand sei. Enttäuschend für ihn, dass bei viel freiem ungenutzten Wohnraum im Dorf, keine Unterkunft für einen eventuell auch zwei Auszubildende aufzutreiben sei. Für Renovierungen verwies er auf das kommunale Förderprogramm.

    Fast fertiggestellt seien die Bahnbrücken auf Zeuzlebener Gemarkung, doch sei bezüglich der Zufahrten noch keine Einigung erzielt. Der Weg am Wernufer zwischen Wernsteg und Stengiggraben werde mit Schotter befestigt. Auf dem Spielplatz gegenüber dem Kindergarten werde ein Gerät ausgetauscht und ein Spielhaus neu montiert. Nach der Baumaßnahme der Caritas Tagesstätte werde der Weg zu Kirche jetzt über den Spielplatz verlegt. Gleichzeitig werde der Weg zwischen Kindergarten und Zehntstraße neu gerichtet und angehoben, um die Stufe zum Kircheneingang zu beseitigen.

    Eichelmann warb noch für Kandidaten aus dem Dorf für die Zeuzlebener Liste zur Kommunalwahl im März 2020. Die Aufstellungsversammlung werde Mitte November stattfinden. Das jährliche Vorständetreffen der Vereinsgemeinschaft ist für Sonntag, den 20. Oktober, im Schützenhaus festgesetzt. Nach diesen Informationen für das Dorf löste sich die Mal-Versammlung auf.

    Bearbeitet von Horst Bauer

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