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    GEROLZHOFEN

    Trauer um Hugo Markert

    Ist im Alter von 84 gestorben: Hugo Markert. Archiv- Foto: Markert

    Hugo Markert aus Gerolzhofen ist am Sonntag, 2. September, im Alter von 84 Jahren gestorben. Die letzten Lebensjahre verbrachte er im Wohnstift Steigerwald. Der frühere Polizeibeamte hatte sich zu Lebzeiten durch sein großes Engagement besonders um die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung sowie die Schiedsrichtergruppe Gerolzhofen verdient gemacht.

    Am 24. November 1933 geboren, erlernte der Gerolzhöfer nach dem Besuch der Volksschule in Gerolzhofen von 1948 bis 1951 in Brünnstadt das Schuhmacherhandwerk. Von 1956 bis 1965 arbeitete er bei der SKF als Dreher in Schweinfurt. Nachdem er von März 1965 bis 1967 als sogenannter „Altanwärter“ die Grundausbildung bei der Bereitschaftspolizei in Würzburg absolviert und den Lehrgang für den mittleren Polizeivollzugsdienst an der Polizeischule in Fürstenfeldbruck besucht hatte, war Markert bis zu seiner Pensionierung im November 1993 als Polizist bei der Polizeiinspektion Gerolzhofen tätig.

    Der Name Hugo Markert ist eng verbunden mit der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung in Gerolzhofen. Über 55 Jahre gehörte er dem Verband, den er selbst mitgegründet hatte, nicht nur als Mitglied an. In all der langen Zeit war er seit 1962 immer in verantwortungsvoller Position tätig. Erst in diesem März legte er sein Amt als Teamleiter aus Gesundheitsgründen nieder. Von 2002 bis 2018 und zuvor schon von 1973 bis 1978 war er Vorsitzender, dazu 14 Jahre lang stellvertretender Vorsitzender, 18 Jahre Pressewart, vier Jahre Schriftführer. Schon 2002 war er zum Ehrenmitglied ernannten worden. 1995 hatte er die selten verliehene rote Ehrennadel der KAB erhalten.

    Hugo Markert war „Motor und Triebfeder“ der KAB. Das zeigte sich auch und gerade beim Kinderfest, das er 40 Jahre lang mit seinem Helferstab für die KAB gemeinsam mit Kolping organisierte und durchführte. Er galt als Vater des Kinderfests.

    Daneben war Hugo Markert vor allem mit Leib und Seele Schiedsrichter. Sage und schreibe 55 Jahre lang hat er als Referee gepfiffen und dabei über 1400 Spiele geleitet. Das Ehrenmitglied war langjähriger Schiedsrichter in der Bezirksliga und Schiedsrichterassistent in der früheren Oberliga. Aber auch nach seiner aktiven Zeit auf Fußballplätzen in Unter-, Ober- und Mittelfranken betreute und beobachtete er weiterhin die Jungschiedsrichter.

    Doch nicht nur auf dem Platz stellte er sich in die Dienste der Schiedsrichtergruppe Gerolzhofen. 25 Jahre lang fungierte er dort engagiert wie immer als Vergnügungswart und blieb der Schirigruppe auch später noch als aktives Mitglied verbunden. Hugo Markert konnte mit der Verbandsplakette die höchste Auszeichnung des bayerischen Fußballverbandes für Schiedsrichter entgegennehmen.

    Wie bei der KAB und bei den Schiedsrichtern war Hugo Markert auch Ehrenmitglied beim FC Gerolzhofen, dem er 65 Jahre lang die Treue gehalten hatte. Aufgrund einer schweren Knieverletzung hatte er bald seine aktive Laufbahn beenden müssen und war daraufhin Schiedsrichter geworden. Langjähriges Mitglied war der Gestorbene auch bei der CSU und bei der Gebiets-Verkehrswacht.

    Hugo Markert hatte 1958 Waltraud Heck aus Dingolshausen geheiratet. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Von 1958 bis 1960 lebte das Ehepaar in Dingolshausen. 1960 zog die Familie in das Eigenheim in der Julius-Echter-Straße in Gerolzhofen um. Noch jetzt im August 2008 hatten Hugo und Waltraud Markert im Wohnstift ihr 60-jähriges Ehejubiläum, die Diamantene Hochzeit, gefeiert.

    Um Hugo Markert trauern besonders seine Frau, die vier Kinder mit ihren Familien und die Anverwandten. Das Requiem mit anschließender Urnenbeisetzung beginnt am Dienstag, 11. September, um 14 Uhr in der Friedhofskapelle.

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