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    GELDERSHEIM / NIEDERWERRN

    Trennung von Flüchtlingen und Gewerbepark

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    Die vier beteiligten Kommunen – Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie die Gemeinden Geldersheim und Niederwerrn – gehen davon aus, dass der Aufbau eines „Anker“-Zentrums für Flüchtlinge in der ehemaligen Conn-Kaserne die Umwandlung in einen Gewerbepark nicht beeinträchtigen werde. Dies gehe aus Gesprächen mit Innenminister Joachim Herrmann und Staatssekretär Gerhard Eck (beide CSU) hervor, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung von Stadt und Landkreis Schweinfurt.

    Ergebnis des Gesprächs mit Herrmann sei die Zusicherung gewesen, dass die Staatsregierung Stadt und Landkreis beim Konversionsprozess noch stärker als bisher unterstützen werde. Es habe eine Zusage gegeben, dass die „Anker“-Einrichtung eine Aufnahmekapazität von maximal 1500 Personen haben werde.

    „Anker“-Zentrum kommt 2019

    Staatssekretär Gerhard Eck habe vor kurzem Landrat Florian Töpper (SPD) und Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) den aktuellen Planungsstand der „Anker“-Einrichtung vorgestellt, die Mitte 2019 in Betrieb gehen soll. Einhellige Zustimmung habe geherrscht, dass es innerhalb der Conn-Barracks eine klare Trennung zwischen der Einrichtung für Flüchtlinge und den Flächen für einen Gewerbepark geben werde. Dazu soll auch die Hauptzufahrt verändert werden.

    „Wir haben damit eine klare Abgrenzung der Flächen erreicht. Damit kann die weitere Entwicklung des Gewerbeparks Conn-Barracks ohne zeitliche Verzögerung vorangetrieben werden“, wird Staatssekretär Eck zu den Ergebnissen zitiert. Ministerpräsident Markus Söder hat am Donnerstag bei seinem Besuch in Schweinfurt Fragen dieser Redaktion nicht beantwortet, sondern auf Eck verwiesen.

    Zweckverband bereitet Kauf vor

    Landrat Töpper und Oberbürgermeister Remelé begrüßten die Maßnahmen, mit denen „der Zweckverband Interkommunaler Gewerbepark Conn-Barracks mit seinen Mitgliedern Niederwerrn, Geldersheim sowie Stadt und Landkreis Schweinfurt die Vorbereitungen zum Erwerb der Conn-Barracks fortsetzen kann“. Derzeit verwaltet die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) die Flächen.

    Bereits beim Gespräch mit dem Innenminister haben Töpper und Remelé der Mitteilung zufolge betont, dass ihnen die Sicherheit und der soziale Frieden in und um die künftige „Anker“-Einrichtung besonders wichtig seien. Sie begrüßten daher die Ankündigung der Regierung von Unterfranken, dass es dort für den Schulunterricht und bei der Kinderbetreuung geeignete Angebote geben solle und die Sicherheitsstandards an den jeweiligen Anforderungen ausgerichtet würden. „Es ist im Interesse von Stadt und Landkreis, dass das soziale Klima in der Region nicht leidet“, so Landrat Töpper und Oberbürgermeister Remelé.

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