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    Gochsheim

    Turnschau eröffnet Gochsheimer Ehrungsreigen

    Mit schwindelerregenden, kraftvollen und hervorragend choreografierten Übungen eröffneten die Turnerinnen und Turner des TSV Gochsheim den Neujahrsempfang der Gemeinde Gochsheim.
    Mit schwindelerregenden, kraftvollen und hervorragend choreografierten Übungen eröffneten die Turnerinnen und Turner des TSV Gochsheim den Neujahrsempfang der Gemeinde Gochsheim. Foto: Herbert Markert

    Mit einem Empfang in der Fritz-Zeilein-Halle würdigte Bürgermeisterin Helga Fleischer verdiente Einwohner aus der Gemeinde für besondere Verdienste im gesellschaftlichen, sozialen und sportlichen Bereich. Den Abend eröffneten die Turner des TSV Gochsheim mit einem Feuerwerk an sportlichen Höchstleistungen am Barren und Stufenbarren und schließlich herrlich choreografierten kunstvollen und kraftvollen Vorführungen auf dem Hallenboden.

    Nachdenkliche, mahnende, aber auch optimistische Worte der Bürgermeisterin leiteten den Ehrungsabend ein. Wirtschaftlich gehe es den Menschen in Deutschland und auch in Gochsheim "so gut wie seit langem nicht mehr", meinte Fleischer. "Wir müssen aber feststellen, dass es bei einem Teil der Menschen im Land trotzdem einen immer lauter werdenden Unmut zu geben scheint", geißelte sie den um sich greifenden Populismus. Gochsheim und Weyer gehe es finanziell gut, blickte sie jedoch optimistisch nach vorne. Gleichwohl könnten nicht alle Wünsche der Bürger erfüllt werden.

    Fleischer zählte eine Liste von Aufgaben auf, denen sich die Kommune in den nächsten Jahren gestellt sieht. Sie hob das Ehrenamt hervor und ehrte stellvertretend für alle eine Anzahl Frauen und Männer, die sich besonders hervortaten. Folgende Übungsleiter des TSV wurden mit der Bürgermedaille in Bronze für ihre langjährige Übungsleitertätigkeit ausgezeichnet: Kirsten Breun (seit 30 Jahren Übungsleiterin), Silvia Eck (28 Jahre), Doris Loibersbeck (36), Martina Müller (30), Manuela Seifert (32), Udo Seifert (37) und Uwe Stöhlein (25).

    Mit der Bürgermedaille in Silber ehrte Fleischer Reinhold Lamprecht, der seit 28 Jahren dem Verein für Gartenbau und Landespflege vorsitzt und seit 1999 den katholischen Kirchenchor leitet. In diesen Funktionen zeichne er unter anderem verantwortlich für die Verwurzelung des "Gochsheimer Advents" als feste Kulturveranstaltung im Jahreskalender der Gemeinde und die Verschönerung der Gemeinde durch viele Projekte wie Baumpflanzungen und die Blumenschmuckprämierung.

    Beim Neujahrsempfang in Gochsheim ehrten Bürgermeisterin Helga Fleischer (Dritte von links), Hans-Jürgen Schwartling (Dritter von rechts) und Margarete Königer (rechts) sowie Landrat Florian Töpper (Zweiter von links) Ehrenamtliche für ihre Leistungen mit der Bürgermedaille.
    Beim Neujahrsempfang in Gochsheim ehrten Bürgermeisterin Helga Fleischer (Dritte von links), Hans-Jürgen Schwartling (Dritter von rechts) und Margarete Königer (rechts) sowie Landrat Florian Töpper (Zweiter von links) Ehrenamtliche für ihre Leistungen mit der Bürgermedaille. Foto: Herbert Markert

    Manfred Manger wurde die Bürgermedaille in Gold verliehen. Er leitete seit 40 Jahren den Katholischen Schwesternverein St. Matthias. In dieser Funktion habe er sich um die Pflege und Betreuung der älteren, kranken und hilfsbedürftigen Mitbürger gekümmert, so Fleischer. Die katholische Sozialstation sei unter Mangers Führung zu einer effektiven und über die Gemeindegrenzen hinaus zu einer wichtigen, nicht mehr wegzudenkenden caritativen Institution geworden. Manger bedankte sich im Namen der Geehrten. In seinen Ausführungen ging er aber auch auf eine für Ehrenamtliche belastende Situation ein. Die Sozialstation könne keine Menschen mehr annehmen. "Das ist schlimm für mich", gab er offen zu.

    Eine Würdigung erhielt auch Irene Meisch als Vertreterin des Begegnungscafés. Die Einrichtung leiste dank des Einsatzes von vielen Ehrenamtlichen durch Sprachkurse, Hilfe im Alltag und den Betrieb des Cafés "vorbildliche Integrationsarbeit für Asylbewerber und Flüchtlinge", sagte Fleischer. Erstmals wurde in Gochsheim mit der Firma FMS – Fränkischer Maschinen- und Stahlbau GmbH auch ein Arbeitgeber für die Unterstützung der Feuerwehr ausgezeichnet.

    Landrat Florian Töpper zeigte sich in seinem Grußwort sehr beeindruckt vom Engagement der vielen Ehrenamtlichen in der Gemeinde. "Die wahren Stützen unserer Gesellschaft drängen nicht unbedingt in die Mitte", zollte er Respekt für die vielen Helfer, die vielmehr durch ihren Einsatz zu überzeugen wüssten. Der Landkreis stehe auch wegen der interkommunalen Zusammenarbeit gut da. 

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