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    Schweinfurt

    Ulrike Schneiders neue Liste darf in Schweinfurt antreten

    Der Wahlausschuss der Stadt Schweinfurt tagte. Was er bei den Listen für die Stadtratswahl feststellte und welche neue Liste doch nicht die nötigen Unterschriften bekam.
    Am 15. März haben die Schweinfurter bei den Kommunalwahlen die Auswahl unter drei Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl und neun Listen für den Stadtrat. Foto: Anand Anders

    Neun Listen von sieben Parteien und zwei Wählergruppen sowie drei Kandidaten für die Wahl zum Oberbürgermeister – am 15. März haben die Schweinfurter tatsächlich die Qual der Wahl, wer in den nächsten sechs Jahren die Stadt führen soll und wie sich der 44 Personen umfassende Stadtrat zukünftig zusammensetzt.

    Am Dienstagvormittag tagte der städtische Wahlausschuss öffentlich, für zwei Gruppen waren seine Beschlüsse besonders wichtig: Die neue Liste "Zukunft./ödp" ist zugelassen, die Liste der Satirepartei "Die Partei" nicht. Stadträtin Ulrike Schneider, die im Moment für die Schweinfurter Liste/Freie Wähler im Gremium sitzt, hatte kürzlich gemeinsam mit zahlreichen Mitstreitern von der ödp, der Bayernpartei, der Tierschutzpartei und der V-Partei 3 die neue Liste ins Leben gerufen. In den vergangenen Wochen warb man intensiv um Unterstützer-Unterschriften, offenbar war das von Erfolg gekrönt.

    Um bei der Kommunalwahl antreten zu dürfen, waren 340 Unterstützer-Unterschriften von wahlberechtigten Schweinfurtern nötig. Diesen Wert übertraf "Zukunft./ödp" bei weitem, es waren am Ende 452. Für "Die Partei" unterschrieben allerdings nur 19 Schweinfurter, weswegen der Wahlvorschlag nicht zugelassen wurde. Auf dieser Liste waren nach Auskunft von Wahlleiter Jan von Lackum auch nur vier Namen genannt.

    Unterschriften sammeln mussten nur solche Listen, die nicht schon im Stadtrat vertreten sind oder Mandatsträger im Landtag bzw. Bundestag haben. Antreten werden zur Kommunalwahl die CSU (44 Bewerber), Bündnis 90/Die Grünen (44), die Freien Wähler (44), die AfD (15), die SPD (44), die FDP (26), die Linken (44), proschweinfurt (19) sowie "Zukunft./ödp" (44).

    Bei zwei Listen mussten Bewerber ersetzt werden, da keine Einverständniserklärungen vorlagen. Das betraf die Freien Wähler, die den Behindertenbeauftragten Manfred Neder auf Platz acht nominierten. Dieser hatte aber kein Einverständnis dafür gegeben, sondern kandidiert stattdessen für "Zukunft./ödp". Bei dieser Liste fielen zwei Bewerber aus. Wie bei den Freien Wählern werden sie durch Nachrücker ersetzt, so dass beide Listen mit jeweils 44 Bewerberinnen und Bewerbern zur Kommunalwahl antreten.

    Podiumsdiskussion mit den OB-Kandidaten am Mittwoch, 5. Februar

    Für die Oberbürgermeister-Wahlen, die seit 2014 wieder gemeinsam mit den Stadtratswahlen stattfinden, wurden drei Bewerber zugelassen, die ihre Unterlagen form- und fristgerecht einreichten. Amtsinhaber Sebastian Remelé (CSU) will in seine dann dritte Amtszeit gehen, ihn fordern Holger Laschka (Bündnis 90/Die Grünen) und Marietta Eder (SPD) heraus.

    Am Mittwoch, 5. Februar, um 19 Uhr treffen Remelé, Eder und Laschka bei einer Podiumsdiskussion aufeinander, die diese Redaktion im evangelischen Gemeindehaus in der Friedenstraße in Schweinfurt veranstaltet. Das Trio wird sich nicht nur mit den Themen der Moderatoren Oliver Schikora und Josef Schäfer auseinandersetzen, sondern auch das Publikum kann Fragen an die Bewerber stellen. Wer Fragen nicht selbst vortragen, sie aber dennoch platzieren möchte: bitte per Mail an redaktion.schweinfurt@mainpost.de mit dem Betreff "OB-Wahl". Bitte schreiben Sie auch Ihren Namen und Wohnort dazu. In der Veranstaltung werden wir nur den Namen des Fragestellers bekanntgeben und – zur besseren Einordnung – ggf. die politische Funktion, wenn er eine ausübt.

    Die Podiumsdiskussion beginnt um 19 Uhr. Einlass ist um 18.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Es gibt keine Platzreservierungen. Wir berichten in einem Live-Ticker von der Veranstaltung. Er ist am Abend zu finden unter www.mainpost.de/schweinfurt

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