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    Schweinfurt

    Umweltprojekt für die Schweinfurter Hausgärten

    Der zertifizierte Schweinfurter Bio- und Naturland-Kompost kann ein guter Torfersatz und ein wichtiger Dünge- und Nährstofflieferant sein, heißt es in einer Pressemitteilung. Durch den Komposteinsatz kann der Bodenertrag gefördert, Wasser und Nährstoffe besser gespeichert werden. Wie sich der Einsatz von Kompost und das Düngeverhalten auf den Gartenboden auswirkt soll durch eine Nährstoffanalyse im Stadtgebiet untersucht werden. 

    Der Servicebetrieb Bau und Stadtgrün bietet deshalb kostenlose Bodenproben zur Analysierung des Nährstoffgehaltes an. Hintergrund des Projektes ist die in verschiedenen Studien gewonnene Erkenntnis, dass vor allem die Beetflächen der Hausgärten zu etwa 90 Prozent mit Phosphat überdüngt sind. Ob und in welchem Umfang dies in den Schweinfurter Gärten auch so ist, soll in diesem Projekt geklärt werden. Details dazu sind auf der Webseite schweinfurt.de/abfall zu finden.

    Die Bodenproben werden beim Ortsbesuch von einem sachkundigen Mitarbeiter des Servicebetriebes gezogen. Parallel dazu sind die Gartenbesitzer um Auskünfte gebeten, z. B. zur Gartengröße, ob sie selbst kompostieren, wo der Kompost eingesetzt wird, ob Gartenabfälle in die Grünabfallsammlung verbracht und ob zusätzliche Düngemittel eingesetzt werden.

    Die Probenahme und Bewertung ist für den späten Herbst, wenn alle Beete geräumt sind, vorgesehen. Hiernach werden die Proben an ein Labor versandt und analysiert. Die Ergebnisse werden dann an die Gartenbesitzer versandt. Untersucht werden Phosphat, Kalium, Magnesium, die Bodenart und der pH-Wert. Nach der Unterteilung in Gehaltsklassen kann durch eine Düngeempfehlung konkret beurteilt werden, welche Nährstoffe nachgedüngt werden sollen oder ob ggf. eine Überdüngung vorliegt.

    Das Angebot der kostenlosen Bodenuntersuchung ist begrenzt. Für die Auswertung der Versuchsreihe ist eine repräsentative Verteilung der Entnahmestellen auf das komplette Stadtgebiet vorgesehen. Auch wird eine Bereitschaft der Gartenbesitzer erwartet, sich an der Versuchsreihe mehrjährig zu beteiligen.

    Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bei der Abfallberatung unter Tel.: 09721/51-580 für weitere Informationen melden und ihr Interesse für eine Teilnahme bekunden.

    Bearbeitet von Helmut Hickel

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