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    Bergrheinfeld

    Umweltthemen im Rat:Glyphosat und Energie-Effizienz

    Klimaschutz und Umwelt waren zwei wichtige Punkte der jüngsten Gemeinderatssitzung.

    Entschieden werden musste als erstes über den Bürgerantrag "Wir haben´s glyphosatt". Auf Initiative des neu gegründeten Ortsvereins von Grünen/Bündnis 90 unter der Federführung von MdL Paul Knoblach war eine Unterschriftenaktion mit dem Ziel initiiert worden, dass auf allen neu zu verpachtenden gemeindlichen Liegenschaften sowie bei automatischer Pachtverlängerung das umstrittene Mittel Glyphosat darauf nicht mehr verwendet werden darf.

    Eingereicht wurde der Antrag mit 148 Unterschriften, zusammen mit einer Begründung und drei Personen, die diesen vertreten. Davon waren 143 Unterschriften gültig. Notwendig sei ein Prozent der Gemeindeeinwohner, erklärte Bürgermeister Ulrich Werner. Dieses Quorum sei mit 2,5 Prozent erreicht worden. Innerhalb der nächsten drei Monate, spätestens bis zum 28. August 2019, müsse dieser Bürgerantrag im Gemeinderat behandelt werden. Dies befürwortete das Gremium einstimmig.   

    Ein weiteres umweltspezifisches Thema waren die Informationen zum Energieeffizienz-Netzwerk und der Beschluss zum Beitritt. Bürgermeister Ulrich Werner erläuterte das Vorhaben, einem durch die ÜZ Mainfranken verwalteten Energieeffizienz-Netzwerk beizutreten. Unterstützend für die ÜZ wird das Institut für Energietechnik (IFE) an der Ostbayerischen Hochschule Amberg-Weiden fungieren. Die Förderbescheide mit einer Gesamthöhe von einer Million Euro über drei Jahre seien der ÜZ im Februar zugestellt worden. Für die Gemeinde würden Eigenmittel in Höhe von knapp 5000 Euro für diesen Zeitraum fällig.

    Zweiter Bürgermeister Dieter Wagner sieht das Vorhaben als eine externe Evaluierung, die auf Dinge schaue, die man verändern könne. Gemeinderat Thomas Posselt würde dies lieber gleich gezielt von externen Firmen machen lassen.

    Dennoch äußerte sich das Plenum überwiegend positiv und strich die Vorteile des Projekts heraus. Nach kontroverser Diskussion entschloss sich das Gremium, dem Energieeffizienz-Netzwerk der ÜZ Mainfranken beizutreten.

    Den Ausschlag gaben vor allem die fachliche Begleitung, die der Verwaltung viel Arbeit erspart, und der Austausch mit den anderen Landkreisgemeinden.

    Der Gemeinderat stimmte der Teilnahme am Energieeffizienz-Netzwerk bei vier Gegenstimmen zu.

    Bürgermeister Ulrich Werner informierte, dass die Regierung von Unterfranken der Gemeinde für den Kauf eines Löschgruppenfahrzeuges LF 10 für die Freiwillige Feuerwehr Bergrheinfeld die förderrechtlich bedeutsame vorzeitige Beschaffung genehmigt habe. Dadurch werde das Löschgruppenfahrzeug LF 8/6, Baujahr 1993, ersetzt.

    Mit der Zustimmung zur vorzeitigen Beschaffung könne der Erwerb des Löschgruppenfahrzeuges schnellstmöglich realisiert werden, auch wenn über die endgültige Förderung durch einen förmlichen Bescheid noch nicht entschieden sei.

    Die spätere staatliche Förderung erfolge aus Mitteln der Feuerschutzsteuer. Sie betrage derzeit für ein Löschgruppenfahrzeug LF 10 im Rahmen einer Einzelbestellung 73 500 Euro.

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