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    Schweinfurt

    Urban Gardening: Das Olympia-Morata-Gymnasium macht mit

    Urban Gardening wie hier am Hubland auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau in Würzburg gibt es bald auch in Schweinfurt. Am Olympia-Morata-Gymnasium entsteht ein Projekt der Bayerischen Landesanstalt für Gartenbau. Foto: Ernst Lauterbach

    Urban Gardening liegt im Trend, seit Jahren schon und nicht erst, seit vielen Menschen klar wurde, dass die Sache mit dem Klima vielleicht doch ein bisschen was mit unserem eigenen Verhalten vor Ort zu tun hat. Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau hat nun gemeinsam mit dem Olympia-Morata-Gymnasium ein neues Projekt gestartet, das im Herbst beginnt: "Urban Gardening - Lust auf Gemüse in der Stadt" nennt es sich.

    Das Projekt gab es bereits in Erlangen zwischen 2017 und 2019 und war dort ein Erfolg. Nun hat die Staatsregierung, die das Projekt mit sponsort, beschlossen, dass in allen anderen sechs Regierungsbezirken ebenfalls ein solches Projekt durchgeführt werden soll. 2019 und 2020 sind Ober- und Unterfranken dran, dann die anderen Bezirke im Süden.

    Projektleiter Florian Demling informierte den Ferienausschuss über die Ziele. Man wolle "Lust auf Gemüse und Co in der Stadt machen", erklärte er und dadurch natürlich die Wertschätzung für Nahrungsmittelerzeugung und regionale Produkte schaffen. Da ein Ziel auch ist, junge Erwachsene und Familien für das ökologische Gärtnern in der Stadt zu interessieren, wählte man bewusst den Standort am Olympia-Morata-Gymnasium, das auch direkt an den Hauptstandort der Fachhochschule in Schweinfurt anschließt. "Wir wollen zeigen, wie man auf kleiner Fläche ressourcenschonend und nachhaltig produzieren kann", so Demling.

    Urban Gardening ist nicht nur in Großstädten ein Trend. Foto: Frank Rumpenhorst

    Schweinfurt sei für ein solches Projekt auch deswegen prädestiniert gewesen, da die Landesgartenschau 2026 bekanntlich in einem Teil der ehemaligen Ledward Kaserne und am Kessler Field ausgerichtet wird, so Demling. Bei der Einführung werden er und seine Kollegin Gundula Holm vor Ort sein, später wird eine studentische Hilfskraft die Betreuung übernehmen. Die Laufzeit des Projekts ist drei Jahre, für die Neuanlage auf dem OMG-Gelände sind für zwei Jahre 29 000 Euro vorgesehen, die Folgekosten für 2021 betragen 12 700 Euro. Auf die Stadt kommen keine Kosten zu. Demling hofft auch, dass sich nach Projektende ab 2022 jemand findet, der die Anlagen weiter betreibt – das können Schüler aus dem Gymnasium sein oder auch andere Freiwillige. 

    Die Urban-Gardening-Anlage mit verschiedenen Modulen von Hochbeeten über Anlagen, die an Fassaden angebaut werden, erstreckt sich auf maximal 100 Quadratmeter. Sie wird im Herbst vorbereitet, Ende Oktober soll es eine offizielle Eröffnung geben. Ab Mai 2020 ist dann Saisoneröffnung, geplant sind auch zwei Workshops im Sommer 2020.

    Demling erklärte auch, dass das Projekt durch ein umfangreiches Kommunikationsprojekt öffentlich beworben wird. Das Alleinstellungsmerkmal als Demonstrationgarten in Unterfranken zu fungieren, sei nicht zu unterschätzen. Außerdem wird der Garten auch durch seine Lage Aufmerksamkeit erregen, da er von der Straße aus gut einsehbar ist.

    Die so genannten Stadtgärtner sind eine Urban-Gardening-Gruppe in Würzburg, die sich laut eigener Aussage vorgenommen haben, die Stadt grüner, bunter und essbarer zu machen. Foto: Daniel Peter

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