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    THEATER

    Urgewalt auf der Bühne

    Zum ersten Mal in Schweinfurt: Ailey II – „The Next Generation of Dance“. Die Choreographien, die auch in Schweinfurt zu sehen sein werden, sind gleichermaßen kraftvoll und elegant. Foto: Kyle Froman

    Das Alvin Ailey American Dance Theatre ist wohl die berühmteste Compagnie Amerikas und hat Tanzgeschichte geschrieben. Der Tänzer und Choreograph Alvin Ailey hat die Rassentrennung noch hautnah miterlebt. Sein Ziel war es, Tänzer aller Hautfarben gemeinsam auf die Bühne zu bringen. Seit nunmehr 60 Jahren erzählen die Ailey-Tänzer weltweit von Leid und Lebenslust, von Unterdrückung und Aufbegehren des schwarzen Amerikas.

    Ailey verstand sich als Pionier. Seine Mission war es, Menschen jeden Alters und unterschiedlicher Herkunft zu vereinen, indem er sich die Schönheit und Menschlichkeit des afro-amerikanischen Erbes und anderer Kulturen zu eigen machte. Jeweils um 19.30 Uhr am Freitag, 25. Januar (Tanz-Abo I und freier Verkauf) und am Samstag, 26. Januar (Tanz-Abo II und freier Verkauf) – zum ersten Mal in Schweinfurt – steht Ailey II – „The Next Generation of Dance“ auf dem Programm. Die Formation ist weit mehr als die Nachwuchs-Compagnie des New Yorker Alvin Ailey American Dance Theatre.

    In „Ailey II“ tanzen die Stars von morgen. Die weltoffene Repertoirepolitik der Compagnie spiegelt sich auch in den Choreographien, die in Schweinfurt zu sehen sein werden. Jede ist kraftvoll und elegant. Wie eine Urgewalt fegt die nächste Generation des Tanzes über die Bühne und entzündet ein Feuer, wie man es nur selten erlebt. Beheimatet ist das Nachwuchsensemble unter Leitung von Troy Powell wie die Muttercompagnie im Alvin Ailey Dance Center in Manhattan.

    Das Programm der Tournee präsentiert höchst unterschiedliche Stücke junger Choreographen. Man kann sich freuen auf „Circular“ (2016) in der Choreographie von Jae Man Joo, „Road to One“ (2017 – excerpt: Women?s Trio) in der Choreographie von Darrell Grand Moultrie, den Klassiker „The Hunt“ (2002) in der Choreographie von Robert Battle und schließlich „Breaking Point“ (2017) in der Choreographie von Renee I. McDonald.

    Ihren Namen hat die 1974 gegründete Truppe von Alvin Ailey (1931–1989). In Texas geboren, zog er 1943 mit seiner Mutter, einer Baumwollpflückerin, nach Los Angeles und nahm Unterricht bei Lester Morton, einem der Pioniere des Modern Dance. 1954 in New York lernte er die Arbeit von Martha Graham kennen. Vier Jahre später gründete er dort sein „Alvin Ailey American Dance Theater“. Außergewöhnlich für diese Ära war, dass er überwiegend schwarze Tänzer beschäftigte. „Ailey II“ entstand als Juniorcompagnie und vereint die Energie der talentiertesten jungen Tänzer mit der Leidenschaft und Kreativität herausragender Choreographen.

    Vorverkauf ab Samstag, 1. Dezember, Tel. (0 97 21) 51 49 55 oder 5 10 – oder Internet: www.theater-schweinfurt.de

    Bearbeitet von Kirsten Mittelsteiner

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