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    HAMBACH

    Verliebt in Jogi den Elch

    „Warum heißt es eigentlich Sauerei und nicht Papagei?“ Lutz die Wutz lebt auf einem Bauernhof in Hambach, alleinerzogen von seiner Mutter, und macht sich so seine Gedanken übers Schweinssein.

    Sein Zimmer ist derweil ein ziemlicher Schweinestall, auch sonst könnte er mehr mithelfen, findet die Mama. Oder sich einfach mal ausgiebig baden. Stattdessen möchte das kleine Schweinchen Fußballer werden. „Volltreffer für Lutz“ nennt sich das Theaterstück beim Dittelbrunner Ferienspaß-Programm, mit dem Korbtheater Ali Büttner im Pfarrheim: ein Stück über die Selbstfindung und Wege zum persönlichen Glück, auf Einladung der katholischen Pfarrbücherei.

    Natürlich muss die Wutz nicht ihr ganzes Leben mit Wäscheaufhängen verbringen, schließlich ist Lutz wirklich schussstark und köpft den Ball geradewegs in den Trog. Eines Tages verheddert sich Jogi der Elch in der Wäscheleine, Fußball-Trainer auf Talentsuche: Seine Mannschaft kann Verstärkung dringend gebrauchen. Lutz landet auf der Fußballschule von Toni Trapper, der Ente mit italienischer Aussprache: Freunde nennen ihn den Trapper Toni.

    Lutz wird zum Fußballstar und verdient sich buchstäblich eine goldene Nase. Als er nach Hause zur stolzen Schweinemama zurückkehrt, wartet dort sogar ein kleines Elchschweinchen auf ihn, als Geschwisterchen: „Ich und der Jogi waren doch zusammen beim Essen“, erzählt die Mutter.

    Am Ende singen alle gemeinsam: „Schön zu leben, ich freu mich, auf der Welt zu sein.“ Zuletzt fordert der Waigolshäuser Puppenspieler Alfred Büttner sein junges Publikum auf, auch mal „das wilde Ferkel“ rauszulassen. Schließlich bekämen die Eltern Kindergeld. Vor allem sollen die Kinder den Mut zu haben, persönliche Lebensträume zu verwirklichen: Polizist, Tänzerin, „Paläologin“ wollen die Zuschauer werden, was auch immer letzteres ist.

    Die CD kommt der „Aktion Sonnenstrahl“ und damit der Kinderpsychologie zu Gute: auch wenn sich die Scheibe in der Bücherei findet, wurde zumindest einiges gespendet. Seit 1989 gibt es das ungewöhnliche Theater im Korb schon, mit bisher über 4000 Aufführungen.

    Mit dem Korbtheater endet zugleich das Ferienspaß-Programm, mit 175 Teilnehmern und 33 Aktionen. Unter manch anderem wurden Gurkenglaslampen gebastelt und eine Autobahnbrücke besucht. Besonders beliebt war die Fußballschule mit Martin Schneider, trotz großer Hitze von über 30 Grad. Bei Katharina Weissenberger in Üchtelhausen wurde ein kleiner König getöpfert, es gab eine Kanufahrt auf der Saale sowie eine Smartphone-Schnitzeljagd nach Mr. X, zusammen mit Scotland Yard.

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