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    Werneck

    Versorgungs-Lkw für Feuerwehr ist bestellt

    Ein kleines, bedarfsgerechtes Baugebiet mit 23 Bauplätzen will die Gemeinde in Ettleben am westlichen Ortsrand links von der Ettlebener Straße ausweisen. Foto: Gerald Gerstner

    Ettleben bekommt ein neues Baugebiet mit voraussichtlich 23 Bauplätzen. Damit soll der seit langem bestehenden Nachfrage nach Bauland im Ort Rechnung getragen werden, sagte Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Als ersten Schritt sprach sich der Rat bei zwei Gegenstimmen dafür aus, einen Bebauungsplan für ein kleines, bedarfsgerechtes Baugebiet am westlichen Ortsrand im Anschluss an die bestehende Bebauung aufzustellen.

    Das geplante Baugebiet liegt an der zur Staatsstraße abgestuften B 26 und bekommt die Bezeichnung "Ettlebener Straße". Die vorgesehene Fläche von 2,3 Hektar befinde sich bereits im Eigentum der Gemeinde, sagte Baumgartl. Mit der Ausarbeitung des Bebauungsplanes und die Begleitung im Bauleitplanverfahren beauftragte der Rat das Büro Hahn aus Bad Kissingen.

    Einen ersten, mit den örtlichen Gemeinderäten besprochenen Vorentwurf, stellte Architekt Johannes Hahn vor. Als bauliche Nutzung festgelegt wird "Allgemeines Wohngebiet". Die 23 Bauplätze werden zwischen 550 und 800 Quadratmeter groß. Erlaubt wird ein- und zweigeschossige Bauweise. Die weiteren Vorgaben für die Bebauung sollen auf das unbedingt Notwendige beschränkt werden.

    Eingeplant werden muss für die Trennentwässerung ein Regenüberlaufbecken, das an den nördlich vorbeilaufenden Graben angebunden wird. Die Kanalisation muss also nur das Schmutzwasser aus dem neuen Baugebiet aufnehmen. Weichen muss die Ettlebener Hütte, sagte Baumgartl auf Nachfrage. Das sei den Nutzern bekannt, eine Lösung werde gesucht.

    Zugestimmt hatte der Gemeinderat im Mai der Anschaffung eines neuen Versorgungs-Lkw für die Feuerwehr Werneck. Bei der Ausstattung hatte sich der Rat mehrheitlich für eine Staffelkabine, Zwillingsbereifung und Rollcontainer ausgesprochen. Mit der Ausschreibung beauftragt wurde das Ingenieurbüro Schur aus Schwebheim. Die Ergebnisse der europaweiten Ausschreibung stellte Michael Schur jetzt im Gemeinderat vor. Für jedes der vier Lose waren demnach zwei bis drei Angebote eingegangen.

    Neuer Lkw für 254 000 Euro

    Die wirtschaftlichsten Angebote machten die Firma MAN Truck+Bus München mit 93 000 beim Fahrgestell sowie die Firma Brandschutztechnik Görlitz bei den übrigen Losen: Fahrzeugauf- und ausbau für 91 307 Euro, die feuertechnische Beladung für 8974 Euro und vier Rollwägen für 20 200 Euro. In der Summe kostet der Versorgungs-Lkw inklusive der in den genannten Preisen noch nicht enthaltenen Mehrwertsteuer somit 254 000 Euro. Bei vier Gegenstimmen vergab der Rat die Aufträge an die beiden Firmen. Zugesagt hat die Regierung von Unterfranken bereits eine Förderung in Höhe von 38 900 Euro.

    Neue Straßenlampen

    Angeregt hatte Gemeinderat Steffen Rumpel, im Zuge des Ausbaus der Gemeindeverbindungsstraße Schraudenbach-Stettbach auch die Straßenbeleuchtung zu erneuern. Dazu erarbeitete die Überlandzentrale Lülsfeld einen Vorschlag, den Baumgartl vorstellte. Er sieht in Schraudenbach den Austausch von drei Peitschenlampen gegen vier 40 Watt LED-Leuchten mit teilweise neuen Standorten vor, was die Ausleuchtung verbessert.

    In Stettbach sollen sechs Peitschenleuchten ersetzt werden. Im Bereich der innerörtlichen Wohnbebauung sind drei 40 Watt LED-Leuchten geplant sowie entlang des Radwegs zur Sportheim-Zufahrt weitere fünf LED-Lampen mit 23 Watt und sechs Meter Höhe. Alle anderen Lampen sind wie bisher acht Meter hoch. Die Gesamtkosten belaufen sich laut ÜZ auf 26 549 Euro.

    Drei Gegenstimmen

    Der Rat befürwortet den Austausch bei drei Gegenstimmen. Unverständnis äußerte Harald Simon, dass hier Lampen im Außenbereich genehmigt werden. Beim Radweg Rundelshausen-Eckartshausen sei eine beantragte Beleuchtung abgelehnt worden, weil es Außenbereich sei. Der Einwand werde festgehalten, sagte Baumgartl.

    Vorgeschlagen hatte Steffen Rumpel außerdem, im Rahmen des Ausbaus der Gemeindeverbindungsstraße nicht nur die Grundstückseinfahrten zu pflastern, sondern auch die Gehwege. Letztere sollen, so die aktuelle Beschlusslage, asphaltiert werden. Eine Pflasterung in beiden Ortsteilen bedeute Mehrkosten von 29 286 Euro, teilte Baumgartl das Ergebnis einer Kostenermittlung mit. Nicht nur deshalb hielt der Rat mit großer Mehrheit an der bereits beschlossenen Asphaltierung der Gehsteige fest.

    Neues Postverteilzentrum

    Einstimmig genehmigt hat der Rat den Bauantrag für ein neues Postverteilzentrum im Gewerbegebiet an der A 70. Geplant ist eine Stahlleichthalle mit knapp 1000 Quadratmeter Grundfläche und fünf Meter Wandhöhe.

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