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    ÜCHTELHAUSEN

    Viel Geld für die Kleinsten

    Schon im Februar hatte der Gemeinderat beschlossen, die förderfähigen Kosten für die Erweiterung der Kindertagesstätte in Üchtelhausen zu übernehmen. In der letzten Sitzung stellte Bürgermeisterin Birgit Göbhardt den genauen Finanzierungsplan vor.

    Von den Baukosten in Höhe von 1 523 782 Euro sind nach Mitteilung der Regierung von Unterfranken voraussichtlich 1 310 217 Euro förderfähig. Dafür wird die Gemeinde vom Freistaat Bayern wohl 786 000 Euro Fördergelder bekommen, plus 144 000 Euro aus dem Sonderinvestitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“.

    Neben der Regierung von Unterfranken und der Gemeinde Üchtelhausen beteiligt sich die Diözese Würzburg an den Gesamtkosten der Baumaßnahme. Das Bistum würde die Summe von 213 565 Euro, übernehmen, allerdings erst 2022 oder 2023, weshalb die Gemeinde die Zwischenfinanzierung übernehmen müsste.

    Das Bistum lege auch Wert darauf, dass für den Fall von etwaigen Mehrkosten Vorsorge getroffen wird, informierte Göbhardt. Aufgrund der Preissteigerungen im Bausektor sollen deshalb zehn Prozent der Baukosten zusätzlich abgesichert werden. Nach Aussage des Architekturbüros sei dies bei einem Baubeginn 2019 eine realistische Einschätzung.

    Die Gesamtkosten würden dann auf 1 676 160 Euro steigen. Da die Diözese in der Regel 20 Prozent der veranschlagten Baukosten abzüglich der Fördergelder, übernimmt, würde sie 62 391 Euro der Mehrkosten alleine tragen. Eine weitere Summe von 90 000 Euro soll zu einem Drittel von der Diözese und zu zwei Dritteln von der Gemeinde getragen werden. Die Kommune würde für diesen Fall einen weiteren Zuschuss in Höhe von bis zu 60 000 Euro bewilligen.

    Sollte das Bauvorhaben allerdings noch teurer werden, müsse neu verhandelt und der Bau notfalls aufgeschoben werden. Steffen Sperber fragte sich, ob dem Gemeinderat klar wäre, was da finanziell auf die Gemeinde zukäme. Er rechnete vor, rund 440 000 Euro müsse die Gemeinde zahlen und meinte, man müsse überlegen, „ob wir uns das leisten können oder wollen.“

    Man habe doch gar keine andere Chance, erklärte Göbhardt. Wenn die Kindergärten kommunal wären, käme das noch viel teurer. Teresa Schmitt erinnerte daran, dass man ja auch junge Familien anlocken wolle, und das ginge nur bei entsprechenden Betreuungsangeboten.

    „Wir müssen uns das leisten“, betonte auch Joachim Zehner. Wenn man keine Trägervereine für die vielen Kindergärten hätte, wäre alles sehr viel teurer. Er sei ja nicht gegen den Kindergarten meinte Sperber, aber er kenne schließlich die Verhandlungen nicht und wisse nicht, ob es nicht auch viel billiger gegangen wäre. Es sei vernünftig geplant worden und die Verhandlungen mit der Diözese seien durchaus fair, erklärte Geschäftsleiter Harald Mantel, „sonst hätten wir ganz andere Kosten.“ Schließlich genehmigte der Rat dem Finanzierungsplan einstimmig.

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