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    Schweinfurt

    Volksfest: Gut essen und hochwertig gruseln

    Am Freitagabend wird das 110. Schweinfurter Volksfest eröffnet. Der Oberbürgermeister höchstselbst rührte die Werbetrommel. Zum neuen Festzelt-Bier sagte er auch etwas.
    Vorstellung des Volksfestprogramms 2019. Von links: Michael Schmid (Kulmbacher Brauerei), Theresa Weidl, Mitko Avramov und Sonja Hahn (Hahn-Zelt), Ordnungsamtsleiter Peter Hoffmann, OB Sebastian Remelé, Jan Köpp und Peter Will (Kulmbacher Brauerei).    
    Vorstellung des Volksfestprogramms 2019. Von links: Michael Schmid (Kulmbacher Brauerei), Theresa Weidl, Mitko Avramov und Sonja Hahn (Hahn-Zelt), Ordnungsamtsleiter Peter Hoffmann, OB Sebastian Remelé, Jan Köpp und Peter Will (Kulmbacher Brauerei).     Foto: Stefan Sauer

    Das Ritual darf nicht fehlen, es ist ein Muss: Ein paar Tage vor der Volksfest-Eröffnung lobt im bereits aufgebauten Festzelt der Oberbürgermeister das Programm mit seinen Fahrgeschäften über den grünen Klee. Das gilt besonders auch für den Zeltwirt und sein Speisenangebot: "Für die Presse: Man kann hier sehr gut essen." Dann darf der Zeltwirt – heuer war es der Stellvertreter der Geschäftsleitung – noch einmal in dieselbe Kerbe schlagen. Die Veranstaltungsorganisatorin lobt das tolle Unterhaltungsprogramm mit regionalen und überregionalen Live-Gruppen. Ein Bild noch, die Hoffnung auf gutes Wetter im Festverlauf und ein Prosit auf gutes Gelingen.               

    Blick auf den Baufortschritt aus 50 Metern Höhe 

    Dieses Jahr wird das 110. Schweinfurter Volksfest gefeiert. Dem zuständigen Ordnungsamt sei es gelungen "59 Beschicker für Schweinfurt zu interessieren", so OB Sebastian Remelé. Er schwärmt von der Wildwasserbahn "Poseidon" mit drei Meter hohen Feuerschalen, der "Familienachterbahn Wilde Maus", dem "Tower" als  "höchstes transportables Hochhaus der Welt" und einem "Überkopf-Hochfahrgeschäft" namens "Flip Fly". Das sei nicht neu, ergänzt sein Ordnungsamtsleiter Peter Hoffmann, sondern kurzfristig für den "Flasher" eingesprungen, der im Programmheft steht.

    Der OB erwähnt ausdrücklich auch das "Dämonium", eine Geisterbahn, die eine der schönsten sei, wenn man das so sagen könne. Sozusagen nach einem gepflegten Essen auf dem Volksfest könnten sich interessierte Besucher dann "auf vier Ebenen hochwertig gruseln". Wer lieber hoch hinaus möchte, aber auch gepflegt und nicht mit Überschlägen, dem steht wieder das Riesenrad zur Verfügung, das in Schweinfurt eine große Tradition hat. Aus 50 Metern Höhe könne man seinen Blick über Schweinfurt schweifen lassen und zum Beispiel "den Baufortschritt auf den städtischen Konversionsflächen besichtigen". 

    Bier von vier Brauern - alle aus Franken

    Ein Wort des Stadtoberhauptes zum Festzeltbier darf an dieser Stelle nicht fehlen. Schenkt doch zum ersten Mal in der Volksfestgeschichte hier eine Brauerei ihr Bier aus, die nicht aus Schweinfurt stammt. Die Stadt hätte die Roth-Brauerei gerne als Anbieter im Festzelt gehalten, sagt Remelé. Er bedauere es, dass sie den Ausschank abgegeben habe, die Gründe dafür lägen jedoch nicht bei der Stadt Schweinfurt. Mit der Mönchshof-Brauerei aus Kulmbach habe man aber einen guten Anbieter gefunden.

    Weiterhin gebe es auf dem Volksfest aber auch die Biere der lokalen Brauereien Roth, Wernecker und Martin (Hausen), die auf dem Areal verschiedener Bewirtungsbetriebe ausgeschenkt werden. Die Biervielfalt war demnach nie größer als jetzt im 110. Volksfestjahr. Bier von vier Brauern – alle aus Franken. Ein Maßkrugkrieg, der nach einer geplanten Anordnung der Stadt drohte,  konnte im Vorfeld gerade noch abgewendet werden. Neu ist heuer auch, zur Sicherheit: Besucher müssen mit stichprobenartigen Kontrollen an den Eingängen rechnen. Damit werde einem dringenden Wunsch der Polizei Rechnung getragen, die das für erforderlich halte, sagt Remelé. 

    Auch Lachsburger und Süßkartoffeln

    Für den Festzeltbetreiber Michael Hahn freut sich der stellvertretende Geschäftsleiter Mitko Avramov über Remelés Kompliment zum Essensangebot. Neben den Klassikern probiere man auch Fleischloses, wie einen "Lachsburger" und "wir wollen auch mal schauen, wie Süßkartoffeln in Schweinfurt ankommen". Ein Wort noch zum Bier: Erstmal wird auf den Maßkrug kein Pfand erhoben. Die Besucher können leere Krüge einfach stehen lassen, und der Service muss dafür kein Geld verlangen und wieder zurückgeben. Das ist wohl nur deshalb möglich, weil heuer erstmals per Satzung geregelt ist, dass Krüge und Flaschen nicht auf die Volksfeststraßen mitgenommen werden dürfen. Der Krug verlässt das Zelt also nicht und auch nicht die Essensbereiche der Betriebe, in denen die lokalen Biere ausgeschenkt werden.            

    Theresa Weidl stellte die Live-Gruppen im Zelt vor,  von den Oberspiesheimern über die die Troglauer Buam und Waidler Power bis Gschmeidigs Blechle. Am Sonntag findet der traditionelle Comedy-Frühschoppen statt mit "Bembers". Dann noch: Bild mit "Bierprobebrettla" mit fünf verschiedenen Sorten à 0,1 Liter und allen Protagonisten, die jetzt auf eines hoffen: gutes Wetter.   

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