• aktualisiert:

    Sömmersdorf

    Vor dem Festival: Freilichtbühne Sömmersdorf wird aufgehübscht

    Großer Helfereinsatz: Die Freilichtbühne Sömmersdorf wird für das Open-Air-Wochenende auf Vordermann gebracht. Foto: Anand Anders

    Na klar, jeder hätte auch zuhause etwas zu tun. Aber wenn vom Passionsspielverein der Aufruf zum Helfereinsatz kommt, dann rücken sie an: 20 bis 30 Männer und Frauen, mit Putzeimer, Besen, Motorsense, Rechen, Schaufel und einem Traktor. Die Freilichtbühne und das ganze Areal drumherum sowie die Räumlichkeiten hinter und unter der Bühne müssen für das große Open-Air-Festival vom 19. bis 21. Juli auf Vordermann gebracht werden.

    Rund 100 Musiker und Künstler werden an den drei Tagen auf der Bühne stehen und tausende von Zuschauern auf den Rängen sitzen. Die Abba-Show, das letzte der drei Konzert-Highlights, ist schon ausverkauft. Für den Hans-Zimmer-Filmmusikabend am Freitag (19. Juli) und die "Herr der Ringe"-Trilogie mit Pippin-Darsteller Billy Boyd als Stargastgibt es noch Karten.

    Schleppen und schuften: Für die Helfer bei der großen Reinemachaktion am Passionsspielgelände gibt es viel zu tun. Foto: Anand Anders
    Die Bühnentechnik wird geprüft. Foto: Anand Anders

    Es ist der erste von mehreren Arbeitseinsätzen, die noch bis zum Konzert-Wochenende folgen werden. Es gibt viel zu tun. Seit dem Passionsspiel vergangenes Jahr ist die Bühne nicht mehr genutzt worden. Das Vorstandsteam mit Robert König, Norbert Mergenthal und Johannes Gessner hilft genauso mit wie Vereinsjuristin Bianca Brückner, die für dieses erste große Fremdprojekt auf der Sömmersdorfer Freilichtbühne die Verträge mit der Berliner Konzertagentur ausgearbeitet hat. Auch die Technik-Crew ist da, um die Scheinwerfertraverse wieder über der Bühne zu installieren. Der Motor zum Auf- und Abfahren des Stahlträgers, an dem die Strahler befestigt sind, war vergangene Woche ausgebaut und zur Überprüfung zur TÜV-Stelle nach Bamberg gebracht worden. Das ist Vorschrift, einmal im Jahr. Jetzt wird er wieder eingebaut und der Scheinwerfer-Balken hochgefahren. Alles funktioniert.

    Die Aufenthaltsräume der Künstler unter der Bühne werden mit Orientteppichen ausgelegt. Foto: Anand Anders
    Alle Räume werden durchgewischt. Foto: Anand Anders
    Auch der Staubsauger ist im Einsatz. Foto: Anand Anders

    In den Räumen unter der Bühne sind mehrere Frauen und Männer mit Aufräumen und Putzen beschäftigt. Der Aufenthaltsraum für das 80-köpfige Orchester aus Weißrussland, das beim Hans-Zimmer-Filmmusikabend und dem "Herr der Ringe"-Konzert auftreten wird, sieht schon recht wohnlich aus. Große Orientteppiche sind ausgerollt, Tische und Stühle aufgestellt, damit es die Musiker bequem haben. Auch die Sanitärräume sind durchgewischt und die Seifenspender in der Dusche aufgefüllt. Die Handtücher liegen in den Schränken parat. In der "Maske" werden die Spiegel nochmals geputzt und fahrbare Garderobenständer für die Künstlerkleidung aufgestellt. Weil der Wetterbericht heiße Temperaturen für das Open-Air-Wochenende vorhersagt, muss noch ein Kühlschrank in die Küche neben den Aufenthaltsräumen gebracht werden, damit Musiker und Künstler sich mit kalten Getränken versorgen können.

    Abkühlung beim Fensterputzen. Foto: Anand Anders

    Heiß ist es schon jetzt. Vor allem die Helfer im Freien schwitzen kräftig. Vier Männer schleppen ein großes Podest durch die Zuschauerränge nach oben. Es wird nicht gebraucht, muss auseinandergebaut und in den Lagerraum gebracht werden. Neben der Bühne heult eine Motorsense auf, dort wird gerade das hochgewachsene Gras abgemäht. Dem Arbeiter rinnt unter dem orangefarbenen Helm mit dunklem Visier der Schweiß herab. Angenehmer ist es da für die Putzkolonne mit dem Wasserschlauch, die den verglasten Durchgang hinter der Bühne säubert. Einer schwingt sich gelenkig aufs Dach, um die Scheiben blitzeblank zu putzen. Bestimmt ein Sportler.

    Viele Freiwillige packen mit an bei der Reinemachaktion am Passionsspielgelände. Foto: Anand Anders

    Ruhe und Geduld ist beim "Wackeltest" der Zuschauersitze gefordert. Sind sie standsicher? Sitzen alle Schrauben fest? Jede der 2000 Stuhlschalen muss überprüft werden. Zwei Helfer arbeiten sich mit dem Schraubenzieher in der Hand von unten nach oben durch die Reihen. Hie und da wird eine Schraube nachgezogen. Am Tag vor der Aufführung müssen noch alle Sitze per Hand abgewischt werden. Eine Heidenarbeit. Vereinsvorsitzender Robert König hofft auf viele motivierte Helfer.

    In den nächsten Tagen soll das Gelände fürs Catering hergerichtet werden. Die hölzernen Verkaufsbuden stehen schon bereit. Außen herum wird ein passend zur Veranstaltung dekorierter Bauzaun aufgestellt. "Es soll ja auch optisch schön sein", sagt Robert König. Nach drei Stunden Gemeinschaftsarbeit sind der Backstage-Bereich und das Bühnenumfeld schon einmal schön gemacht. Für die Helfer gibt es kostenlose Getränke und den Hinweis, in den nächsten Tagen regelmäßig ins E-Mail-Postfach zu schauen. Damit möglichst wieder viele Mitglieder auch zu den nächsten Helfereinsätzen kommen.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!