• aktualisiert:

    Vasbühl

    Vorfreude der Kleinen auf große Bauarbeiten

    Ausgestattet mit Bauarbeiter-Helmen zogen Kinder und Erwachsene vom Kindergarten Vasbühl in ihr Übergangsdomizil alte Schule um.
    Ausgestattet mit Bauarbeiter-Helmen zogen Kinder und Erwachsene vom Kindergarten Vasbühl in ihr Übergangsdomizil alte Schule um. Foto: Silvia Eidel

    Gelbe Bauarbeiter-Helme fest auf dem Kopf oder – wegen Sturm "Sabine" – fest in der Hand, so zogen die Kleinen des Kindergartens in Vasbühl mit Bollerwagen und Rucksäcken durch die Straßen. Sie waren auf dem Weg von ihrem bisherigen Domizil zum Übergangsquartier im alten Schulhaus. Denn in ihrem "Kinderhaus Löwenzahn" rücken bald die großen Bauarbeiter an, um das Gebäude für 1,7 Millionen Euro zu generalsanieren.

    Bei dem für die Kinder großen Ereignis wurden sie nicht nur von ihren sechs Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen unter der Leitung von Nadja Knorr und Lisa Sochos begleitet. Auch der Vorsitzende des Trägervereins St. Elisabeth, Alessio Paone, Wernecks Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl und die Gemeinderäte Hans Spahn (Vasbühl) und Harald Simon (Eckartshausen) zogen mit.

    Die großen Möbel und Kisten hatten am Wochenende zuvor die Vereinsmitglieder und Eltern bereits in die alte Schule neben der Kirche geschleppt, erklärte Paone. Jetzt waren nur noch einige Spielsachen zu transportieren. Und vorübergehend war Abschied zu nehmen von dem 1934 erbauten Haus, in dem einst die "Zeller Schwestern" eine "Kinderbewahranstalt" und eine Krankenpflege führten. Seit 1967 ist der St. Elisabeth-Verein Betriebsträger.

    770 000 Euro Zuschuss

    Das alte Gebäude im Eigentum der Gemeinde wird ab Ostern in etwa eineinhalb Jahren Bauzeit generalsaniert und umgebaut, erläuterte Bürgermeisterin Baumgartl. "Die Räumlichkeiten werden auf die Erfordernisse der Zeit abgestellt", sagte sie. Eine energetische Sanierung ist nötig, die Haustechnik wird erneuert, die Statik und der Brandschutz müssen verbessert werden. Zu den geplanten Kosten von 1,7 Millionen Euro erhält die Gemeinde 770 000 Euro Zuschuss des Freistaats Bayern.

    Die Planung der Räume mit ihren Einbauten und Möbeln erfolgt durch Raumkonzept Schilling gemeinsam mit dem Kiga-Team, sagte Baumgartl. Dabei wird die Pädagogik berücksichtigt, in der künftig das Thema Bewegung eine große Rolle spielen soll. Zwei Gruppen, eine Regelgruppe für 25 Kinder und eine Krippengruppe für zwölf Kinder, wird das erneuerte Haus dann beherbergen.

    Die meisten der derzeit 25 Kinder (22 Kindergarten- und drei Schulkinder) aus Vasbühl, Eckartshausen und Stettbach nahmen nach ihrem Umzug in die alte Schule sofort Besitz von ihrem Übergangsdomizil. Das hatten der Gemeindebauhof und Eltern gestrichen und hergerichtet, Toiletten und Heizung eingebaut und Fußboden verlegt, wie Gemeinderat Hans Spahn erläuterte. Etwa 25 000 Euro investierte die Gemeinde, so Baumgartl.

    Kostengünstige Übergangslösung

    Von der aus Gemeindesicht kostengünstigen Übergangslösung profitiert auch die Vasbühler Dorfgemeinschaft, sagte Spahn. Aus dem Schulhaus, das auch als Wahllokal genutzt wird, waren vorübergehend der Musikverein, die Vasbühler Sängerinnen und die Schrolla-Musikanten ausgezogen. Sie hatten dort stets geprobt, sie können jetzt im alten Pfarrhaus üben. Nach ihrer Rückkehr finden sie dann erneuerte Räume vor.

    Für die Kinder, die sich zum ersten Mal um den Tisch in ihren Übergangsräumen versammelten, gab es aber erst einmal einen Bauarbeiter-Kuchen, den eine Mutti gebacken hatte. Und frisches Obst im Korb von der Bürgermeisterin.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Schweinfurt-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!