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    Waigolshausen

    Waigolshausen beantragt Änderung des Schulsprengels

    Eine Generalsanierung steht nach 50 Jahren bei der Grundschule in Schwanfeld an. Im Raum stehen Kosten von elf Millionen Euro.

    Je nach Förderhöhe entfielen auf die Gemeinde Waigolshausen zwischen ein und zwei Millionen Euro, gab Bürgermeister Peter Pfister in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt. Unter dem Vorbehalt, dass die Mitgliedsgemeinden zustimmen, habe die Schulverbandsversammlung bereits eine "Absichtserklärung" zur Sanierung der Schule beschlossen. Befürwortet hätten die Sanierung bereits Wipfeld und Schwanfeld. Bei Eisenheim stehe die Entscheidung noch aus, sagte Pfister.

    In eine ganz andere Richtung denkt allerdings der Gemeinderat in Waigolshausen, der sich zu diesem Thema offenbar schon nichtöffentlich beraten hatte. Er stimmte bei nur drei Befürwortern der Absichtserklärung des Schulverbandes nicht zu und beauftragte den Bürgermeister, bei der Regierung von Unterfranken einen Antrag auf Änderung des Schulsprengels zu stellen.

    Hintergrund ist, dass die Kinder aus den Gemeindeteilen Hergolshausen und Theilheim die Grundschule in Schwanfeld besuchen, während Waigolshausen zum Schulverband Werneck gehört und ein eigenes Grundschulhaus hat. Eine Besonderheit, die seit Jahrzehnten besteht und die schon öfters über einen gemeinsamen Schulbesuch der Kinder nachdenken ließ. Die Chance dazu böte jetzt die anstehende Sanierung, meinten die Räte. Es solle zumindest versucht werden, eine Schulsprengeländerung zu erreichen.

    Gegen eine Änderung argumentierten nur Günther Wehner und Emile Brehm. Sie sprach von einer wohnortnahen Schule, einer super Mittagsbetreuung und tollen Leseförderung, weshalb der Wunsch der Eltern groß sei, in Schwanfeld zu bleiben. Ab der fünften Klasse würden die Schüler in Mittelschule oder Gymnasium eh in gemeinsame Klassen gehen. Zum anderen komme jeder Schüler in Schwanfeld der Gemeinde pro Jahr 1000 Euro günstiger als in Werneck, sagte Brehm. Trotzdem sei ein Wechsel von Waigolshausen nach Schwanfeld vor zehn Jahren im Gemeinderat auf heftigen Widerspruch gestoßen.

    Für 124 731 Euro hat der Gemeinderat die Außenputzarbeiten beim Kindergartenneubau in Waigolshausen vergeben. Von drei Anbietern war die Firma Bruckmüller aus Münnerstadt am günstigsten. Im Preis enthalten ist ein Vollwärmeschutz. Mit den Estricharbeiten beauftragte der Rat die Firma Schober aus Eltmann, die mit 38 204 Euro am günstigsten war. Wie Architekt Peter Kopperger mit Blick auf die Baufortschritte erläuterte, liege man derzeit gut im Zeitplan. Die bisherige Kostenmehrung gegenüber der Schätzung bezifferte er aktuell auf acht Prozent.

    Im Rahmen der Erstausstattung der Waigolshäuser Feuerwehr mit Atemschutz beauftragte der Rat die Firma Mahr mit der Lieferung der persönlichen Schutzkleidung für 20 Wehrleute, was 20 839 Euro kosten wird. Vier Sätze Atemschutzgeräte liefert die Firma Metzler für 18 136 Euro. Weitere fünf Feuerwehrleute sollen im kommenden Jahr ihre Schutzausrüstung erhalten. Einschließlich des neuen Einsatzfahrzeugs rechnet Kämmerer Thomas Klein mit Gesamtausgaben von rund 190 000 Euro. Im Haushalt veranschlagt waren 160 000 Euro.

    Ein kritischer Schädlingsbefall macht aus Sicht der Forstfachleute in den Gemeindewaldbereichen Hamich und Fußholz eine Schwammspinnerbekämpfung nötig, gab Pfister bekannt. Der Rat sprach sich einstimmig für die Anmeldung zu einer Bekämpfung mittels Hubschaubereinsatz aus, der für die Gemeinde kostenfrei bleibt. Der Einsatz erfolge frühestens Ende April.

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