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    Schweinfurt

    Warnstreik: AOK-Beschäftigte demonstrierten

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) rief die Beschäftigten der AOK zum Warnstreik auf. Was wurde gefordert?
    Warnstreik: Rund 80 AOK-Beschäftigte demonstrierten am Bahnhofsplatz für eine Lohnsteigerung und höhere Auszubildendenvergütungen. Foto: Lukas Brand

    An Faschingsdienstag und Aschermittwoch gehen die Tarifverhandlungen in die dritte Runde. Weil die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit dem Verlauf der bisherigen Verhandlungen nicht zufrieden ist, rief sie die Beschäftigten der AOK am Montag zum Warnstreik auf.

    Am Schweinfurter Bahnhofsplatz vor der AOK versammelten sich rund 80 Menschen, um sich für eine "gerechte Lohnsteigerung und höhere Auszubildendenvergütungen" einzusetzen. Die stellvertretende ver.di-Bezirksgeschäftsführerin Marietta Eder machte klar, dass der Arbeitgeber hier deutlich mehr entgegenkommen müsse. Dieser habe etwa in der ersten Verhandlungsrunde sogar die Abschaffung der Sozialzuschläge gefordert. "Der Wegfall würde für verheiratete Beschäftigte mit zwei Kindern einen monatlichen Gehaltsverlust von 390 Euro bedeuten", warnte Eder. Auch in der zweiten Verhandlung sei das Thema vom Arbeitgeber lediglich aufgeschoben worden.

    Die Tarifkommission fordert eine Erhöhung der Gehälter um 6,8 Prozent auf zwölf Monate Laufzeit. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber, die Gehälter bei einer Laufzeit von 36 Monaten schrittweise in den Stufen 2 Prozent, 1,5 Prozent, 1,5 Prozent anzuheben, reiche nicht aus, so Eder. Darüber hinaus setzt sich ver.di für die Anhebung der Ausbildungsvergütungen der unterschiedlichen Ausbildungsgänge auf ein einheitliches Niveau ein. Außerdem soll ein jährlicher Zuschuss für Gesundheitsmaßnahmen sowie die Verbesserung von Aufstiegschancen in den ersten Beschäftigungsjahren geschaffen werden. Weiter wird gefordert, dass auch das Urlaubsgeld erhöht und zusätzlich die Möglichkeit geschaffen wird, die Umwandlung von Geld in Zeit vorzunehmen. 

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