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    Wasserlosen

    Wasserlosen will ILEK fortführen

    Keine Frage war es für den Wasserlöser Gemeinderat, sich für die Fortführung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) der Allianz Oberes Werntal zu entscheiden. Regionalmanagerin Eva Braksiek hatte anschaulich und detailliert auf die Ziele der Allianz, die sich mittlerweile für 52 500 Bürger engagiert, sowie deren Erfolge in den vergangenen zehn Jahren hingewiesen.

    Partnerschaftliche Zusammenarbeit der Allianz

    Durch die gemeinsame Arbeit der zehn Allianzgemeinden könnten diese ihre kommunalen Pflichtleistungen sowie freiwilligen Leistungen wirtschaftlicher und mit mehr Qualität erfüllen. Zudem würden die Infrastruktur und der Service für die Bürger im ländlichen Raum erhalten und verbessert, zumal der Zugang zu Fördermitteln erleichtert wurde.

    Einen Schwerpunkt habe die Allianz vor allem auf die Dorf- und Innenentwicklung gelegt. So sei es in der Großgemeinde Wasserlosen gelungen, 23 Prozent von 258 so genannten Potentialflächen wie Baulücken, leer stehende Wohngebäude oder Hofstellen wieder zu aktivieren. Einsparungen seien durch das gemeinsame Standesamt für Wasserlosen, Euerbach, Niederwerrn und Poppenhausen sowie durch gemeinsame Schulungen und Anschaffungen möglich geworden. Angedacht sei das neue Projekt "Werntal-Dorf". Dazu soll ein denkmalfachliches Anforderungsprofil erstellt werden mit dem Ziel, denkmalgeschützte Gebäude und typische Bausubstanzen zu erhalten.

    Planungen für Friedhof Greßthal und B 303

    Fortschritte macht die Neugestaltung des Greßthaler Friedhofs. Die dazu gebildete Arbeitsgemeinschaft hat in mehreren Treffen folgende Wünsche geäußert: Wassergebundene Seitenwege zu den Gräbern, Urnenwall, behindertengerechter Zugang von der Fuchsstadter Straße aus, neue Hecken, Pflanzbeete oder neues Gießwasserbecken. Die geschätzten Kosten in Höhe von 270 000 Euro sollen durch Eigenleistungen so weit wie möglich gesenkt werden. Da nun, so Bürgermeister Anton Gößmann, eine technische Planung erforderlich sei, legte er seinen Räten ein Honorarangebot in Höhe von 10 143 Euro der Firma Dietz und Partner aus Engenthal vor, das einstimmig angenommen wurde.

    Das Staatliche Bauamt legte der Gemeinde nun die Planungen für den Ausbau der B 303 in Rütschenhausen zur Billigung vor. Im Ort muss seitens der Kommune zunächst die Sanierung des Kanals sowie der Wasserleitung erfolgen. Während die Straße selbst vom Bauamt finanziert wird, muss die Gemeinde für die Gehwege sowie die Nebenflächen aufkommen. Größte Veränderungen: Im Kreuzungsbereich Ortsmitte fallen die Bushaltebuchten weg. Busse halten zukünftig auf der Straße, so dass Autofahrer während des Ein- und Aussteigens stoppen müssen. Für mehr Sicherheit soll auch eine Überquerungsinsel für Fußgänger und Radfahrer sorgen. Das Bauamt übernimmt die gesamte Planung sowie die Ausschreibung der Arbeiten, die an eine Firma vergeben werden sollen.    

    Rechnungsprüfung 2017

    Zweiter Bürgermeister Gottfried Bindrim fasste die Ergebnisse der Rechnungsprüfung für das Jahr 2017 vor, die ohne Gegenstimmen befürwortet wurden. Das Jahr schloss mit einem Gesamthaushalt in Höhe von 7 976 305 Euro, wobei 1 157 000 Euro vom Verwaltungshaushalt dem Vermögenshaushalt zugeführt werden konnten. Die Prüfer hatten kaum Einwände, wünschen jedoch eine Inventarliste für die gemeindlichen Fahrzeuge sowie eine neue Bestandserhebung der Feuerwehren.

    Bemängelt wurde die Kostenabrechnung beim Bushäuschen in Kaisten. Bei der Vergabe wurde lediglich über die Materialkosten in Höhe von 5600 Euro entschieden. In Wirklichkeit beliefen sich die Gesamtkosten nun auf 13 000 Euro. Zukünftig sollen auch die zu erwartenden Personal- und Maschinenkosten mit berücksichtigt werden.

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