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    Wasserlosen

    Wasserlosen zeigt Interesse an Mobilitätsnetzwerk

    Individualverkehr und öffentliche Verkehrsmittel sollen verknüpft werden – Gemeinderat stellt Förderantrag

    Um auch auf dem ländlichen Gebiet etwas für eine bessere Mobilität zu tun, hatte Bürgermeister Anton Gößmann zur jüngsten Gemeinderatssitzung Werner Göbel, Gemeinderat von Poppenhausen und Chef eines Ingenieurbüros, eingeladen. Er sollte seine Idee eines Mobilitätsnetzwerks vorstellen.

    Bei zahlreichen beruflichen Auslandseinsätzen hat Göbel Beispiele kennengelernt, wie Energie eingespart werden könne. Dies sei möglich durch sogenannte intermodale Mobilitätsstationen. Das sind Wegeketten, die durch eine Verknüpfung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Individualverkehr gebildet werden, vom Auto bis zum Fahrrad. Ziel sind der Aufbau und Betrieb kommunaler Netzwerke klimafreundlicher Mobilität. In der Großgemeinde Wasserlosen würde sich eine solche Mobilitätsstation in Greßthal im Bereich der Bushaltestelle Obbacher Straße oder am Raiffeisenplatz in Wasserlosen anbieten, meint Göbel. Aber auch in den anderen Ortsteilen sieht er Möglichkeiten dafür.

    Um in den Genuss staatlicher Fördermittel zu kommen, wollen bereits die Gemeinden Dittelbrunn, Niederwerrn und Üchtelhausen sowie die Landkreise Rhön-Grabfeld und Schweinfurt dieses Konzept unterstützen. Göbel will weitere Gemeinden ansprechen und für das Main-Rhön-Gebiet planen. 

    Da der Förderantrag bis zum 12. Juli einzureichen ist, fasste der Gemeinderat den Beschluss, den Vorschlag auf Errichtung von Intermodalen Mobilitätsstationen im Gemeindegebiet im Rahmen eines Verbundprojektes als Ergänzung zu dem vom Landkreis entwickelten ÖPNV-Konzept zu unterstützen und Interesse an der Aufnahme in das zur Förderung beantragte Mobilitätsnetzwerk zu zeigen.

    Anregungen aus den Bürgerversammlungen

    Bürgermeister Anton Gößmann gab einen Überblick über die Anregungen in den Bürgerversammlungen der acht Ortsteile. Eine Reihe von gemeldeten Straßen-, Gräben- oder Gehwegschäden habe der Bauhof bereits behoben oder würden in Angriff genommen. Dem Wunsch nach Bauplätzen komme man in Brebersdorf  und Greßthal nach, wo bereits Schallgutachten erstellt werden. Auch in Burghausen sei man am Ball. Nach wie vor liege sein Schwerpunkt jedoch auf der Innenortentwicklung, weshalb sich die Gemeinde bemühe, private Bauplätze zu erwerben, um sie Bauwilligen anbieten zu können.

    Bezüglich gewünschter Verkehrsregelungen, wie Einbahnstraße "Am Stiegel" in Greßthal oder Versetzen des Ortschildes in Burghausen, wird laut Gößmann eine Verkehrsschau mit den Behörden erfolgen. Mit der Stadt Arnstein will er Rücksprache halten, ob sie nicht den Radweg, der bis zur Gemarkungsgrenze von Burghausen führt, bis Schwebenried ausbauen könnte. Erfreut zeigte sich der Bürgermeister über zwei Arbeitskreise in Kaisten, die Vorschläge für die Gestaltung der Bushaltestelle und des Spielplatzes erarbeiten wollen. Für die Realisierung eines Seniorenwohnheimes sieht Gößmann kaum Chancen, da die Orte dafür zu klein seien. Was betreutes Wohnen anbetrifft, könne man sich jedoch Gedanken machen.

    Zuschüsse für Kirchen und Vereine

    Da in der letzten Sitzung die Handhabung der Vergabe von Zuschüssen für Kirchen und Vereine kritisiert wurde, suchten die Räte nach Lösungen. Zweiter Bürgermeister Gottfried Bindrim bemängelte vor allem, dass ein Beschluss aus dem Jahr 2015, nur Investitionen ab 10 000 Euro zu bezuschussen, schon des Öfteren nicht eingehalten worden sei. Als sehr schwierig stellte sich heraus, einen Katalog zu erstellen, in dem alle möglichen Zuschussanfragen berücksichtigt werden. Einigkeit bestand schließlich darin, wie bisher Einzelbeschlüsse zu fassen und bei der Förderhöhe als Richtwert fünf Prozent anzusetzen, unabhängig von der Investitionshöhe.

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