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    Lindach

    Wenig Interesse an der Generalversammlung des Kulturvereins

    Für die Verantwortlichen des Kulturvereins Lindach (KVL), um den Vorsitzenden Christian Hellert, muss der recht mäßige Besuch der turnusgemäßen Generalversammlung  etwas enttäuschend gewesen sein. Von den immerhin rund 225 Mitgliedern nahm gerade einmal etwa ein Prozent davon teil. Dennoch ist der Verein ein Aktivposten innerhalb der Dorfgemeinschaft, wie der Vorsitzende in seinem Rechenschaftsbericht darlegte. Blaskapelle, gemischter Chor, Theatergruppe und Dorfjugend sind unentbehrliche Vereinsabteilungen, die das Dorfleben bereichern. Insofern ist das ganze Jahr über im Sonderkulturendorf so einiges los.

    Die Blaskapelle, die „Lindacher Böhmer“, wie sie sich nennt, unter der Leitung von Walter Strauß, umrahmt kirchliche und andere örtliche Feste musikalisch. Der gemischte Chor, unter der Leitung von Carmen Kuhn und Betty Reisbeck, sorgt mit seinen Auftritten für die feierliche Note bei örtlichen und überörtlichen Veranstaltungen. Beide Klangkörper kooperieren bei personellen Engpässen mit jenen aus den umliegenden Nachbardörfern, was bisher sehr gut klappen würde, war zu hören. Weit über die Grenzen des Kreuzpfadortes hinaus bekannt sind die „Lindacher Theatertage“, die stets im Frühjahr unter der Leitung von Rainer Feulner über die Bühne gehen. Zwischen 10 und 11 Auftritten vor jeweils ausverkauftem Haus bestreitet die Laientheatergruppe „Dorfbühne Lindach“. Ein buntes Treiben veranstaltet die Dorfjugend des Vereins immer an der Martinikirchweih im November. Außerdem plant diese Gruppe im kommenden Jahr zum wiederholten Male eine Seifenkistenrallye, die auch von der Feuerwehr unterstützt wird.

    Ein Wirtshaussingen stand ebenfalls im Terminkalender des KVL . Allerdings ging auch hier das Interesse seitens der Bevölkerung merklich zurück, was nun zur Folge habt, dass man diese Veranstaltung vorläufig nicht mehr anbieten wird. Für die Dorfgemeinschaft beschaffte der KVL 20 neue Biertischgarnituren, die auch bei örtlichen Festen der anderen Vereine zum Einsatz kommen können. Hinsichtlich gesetzeskonformer Auflagen im Zusammenhang mit dem Internetauftritt des Vereins war eine höhere Summe an finanziellen Mitteln zu investieren, die merklich zu Buche schlug, so der Vereinschef. Insgesamt betrachtet steht der Kulturverein aber auf einem recht gesunden Finanzfundament, wie Schatzmeisterin Eva Englert darlegte, auch wenn man im letzten Jahr keinen finanziellen Gewinn verzeichnen  konnte.

    Die Revisoren, Ottmar Krapf und Stefan Wiederer, bescheinigten der Kassenverwalterin eine einwandfreie Arbeit, was die einstimmige Entlastung durch die Mitglieder nach sich zog. Bei der sich anschließenden Neuwahl der kompletten Vorstandschaft gab es wenig Veränderungen: Stefan Hellert zog sich nach achtjähriger Tätigkeit aus der Vorstandschaft zurück. Für ihn rückte Felix Dittmann in anderer Funktion nach. Die Vorstandschaftswahlen brachten somit folgendes Ergebenis: Vorsitzender bleibt Christian Hellert. Heinz Rock, bisher Beisitzer, übernimmt nun die Stellvertretung. Eva Englert, Kasse, und Horst Niedermeyer, Schriftführer, verbleiben in ihren Ämtern, ebenso die Revisoren Ottmar Krapf und Stefan Wiederer, während Felix Dittmann nun als Beisitzer fungiert. Im Wirtschaftsausschuss verbleiben wie gehabt Eva Rock, Elisabeth Dägele und Erika Heller. Mit einem kurzen Ausblick auf folgende dörfliche Aktionen wie den Kirchweihbetrieb im November, das Kirchenkonzert im Dezember, den Theatertagen im kommenden Frühjahr und dem Seifenkistenrennen im kommenden Sommer beschloss Hellert die Versammlung.

    Bearbeitet von Kurt Albert

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