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    WAIGOLSHAUSEN

    Wenn Holz, Stroh, Glas und Ton zu Kunst wird

    Künstlerisches Schaffen mit ganz unterschiedlichen Materialen und Techniken präsentierten acht Künstler aus Unterfranken bei der „Ausstellung am Bahndamm“. Bei allen Unterschieden gemeinsam war den Kunstschaffenden die große Leidenschaft und die Freude, mit der sie meist schon seit vielen Jahren zu Werk gehen. Viele Besucher kamen, um die Arbeiten zu bewundern und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen.

    Seit über 20 Jahren lädt die Keramikerin Helma Walter mittlerweile nur mehr alle zwei Jahre Künstler, Kunstschaffende und Gäste in ihr weitläufiges Gartenparadies und ihr Haus ein. Ins Auge fielen diesmal nicht nur die Keramikobjekte und Skulpturen der Hausherrin. Seit drei Jahren arbeitet sie auch mit Glas, musste bei der Erarbeitung der schwierigen Technik anfangs mit reichlich Ausschuss aber viel Lehrgeld bezahlen, wie sie erzählte. In mehreren Brennschritten verschmilzt sie Glasplatten mit einem natürlichen Mineral, sogenanntem „Indianergold“ oder auch Aluminiumfolie und lässt Schalen aber auch Schmuckplatten und Perlen entstehen.

    „Glas macht Spaß“, war auch die Devise von Hermann Heinnickel, der die Entstehung von Glasperlen aus Glasstangen vorführte und dabei mit Form und Farben spielte. Mit viel Symbolik arrangiert Ikebana-Lehrerin Marianne Schmitt Blumen zu kunstvollen Gestecken. Wie das geht, zeigte auch sie bei Vorführungen.

    Balken aus Obstbaumholz, Treibholz oder Mooreiche aus der Potsdamer Speicherstadt zählen zum Ausgangsmaterial für die Holzlampen von Peter Rautenstrauch. In die Formgebung seiner Lampenunikate lässt der Kürnacher die individuelle Wirkung, Maserung und Farbe des zum Teil jahrhundertealten Holzes einfließen.

    Vielseitig präsentierte sich die Malerin Gudrun Harth, die mit Bleistift, Pastell, Aquarell und Tusche arbeitet. Bei ihren Bildern und Zeichnungen lässt sich die Veitshöchheimerin von Motiven aus der Natur, besonders von Pflanzen inspirieren.

    Einer seit dem 16. Jahrhundert bekannten Technik, der Strohmarketerie, hat sich Mélanie Richet verschrieben. Für ihre kunstvollen Intarsien verwendet sie gefärbtes Roggenstroh von einem Bauern aus Frankreich, das mit seiner Wärme von Holz und dem Glanz von Metall besticht. Erlernt hat die Schweinfurterin mit französischen Wurzeln ihr in Vergessenheit geratenes und sehr zeitintensives Kunsthandwerk in Paris.

    Als Stamm-Aussteller und Mitorganisator seit Anfang an dabei sind Marita Gottwald und Marlene Bujok. Zu sehen waren von Bujok eine Auswahl farbenfrohe Bilder von abstrakt bis naturalistisch. Gottwalt zeigte ihre mit Wachsfärbetechnik in mehreren Schritten auf Stoff gezauberten Batikarbeiten und Batikcollagen.

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