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    Gerolzhofen

    Wo kommen die Kleider hin, die Kolping Gerolzhofen sammelt?

    Die Kolpingsfamilie Gerolzhofen sammelt seit zwei Jahren Altkleider in vier orangen Containern in Gerolzhofen. Foto: Uli Fritz

    Die Kolpingsfamilie Gerolzhofen sammelt laut einer Pressemitteilung seit zwei Jahren Altkleider in vier orangen Containern in Gerolzhofen. Diese sind offiziell und legal in der Pestalozzistraße (VHS), Baltesar-Neumann-Straße (Wohnstift), Rügshofen (REWE) und in der Bürgermeister-Weigand-Straße (Dittemeier) aufgestellt. Da Kolping einen hohen Qualitätsanspruch hat, wird auf saubere Containerplätze geachtet.

    Im Gegensatz zu den privaten Geschäftemachern, die die Kleider oft am Gesetz vorbei sammeln und verkaufen, führt die Kolpingsfamilie Gerolzhofen, die Textil- und Schuhspenden der Kolping-Recycling GmbH zu. Dieses ist ein modernes, innovatives, leistungsfähiges Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit dem Leitmotiv „Fair - Kompetent - Sozial“.

    Kleidung ist ein Grundbedürfnis

    Die Sammelware kommt dann per LKW ins Recyclingwerk in die Sortierung. Hier wird in einer Vor-Vor-Sortierung erst mal Nichtkleider, z. B. Taschen, Koffer, Bettzeug vom eigentlichem Sammelgut getrennt. In der nächsten Stufe, der Vorsortierung, wird per Hand Gruppierungen zugeteilt, Hosen zu Hosen, Hemd zu Hemd. In der Feinsortierung geht es nach Qualität, handelt es sich um defekte, verschmutze Ware oder um noch verkäufliche brauchbare. So kommt ein Teil der Sammelware in Second-Hand-Läden, brauchbare Kleidung ist für Entwicklungsländer und ein Teil wird anderweitig weiterverwendet, z. B. als Putzlappen oder Dämmstoff in der Autoindustrie; Schuhe, die nicht mehr tragbar sind werden z. B. zu Sportplatzbelägen.

    Kleidung ist ein Grundbedürfnis, ein Grundrecht des Menschen. Die Wiederverwertung schafft Arbeitsplätze in der Sortierung und Weiterverarbeitung. Hier wird auch auf die Integration von Menschen in den Arbeitmarkt geachtet. Auf Personen mit Handicap, Ältere, mit größeren und kleineren Defiziten, die Probleme in der regulären Berufswelt haben.

    Projekt "Wasser für Kenia"

    Die Kolpingsfamilie unterstützt aktuell das Projekt: Wasser für Kenia. Dieses ist ein Zisternenprojekt, bei dem in der Regenzeit das Wasser von den Hausdächern in Afrika gesammelt wird. Desweiteren wurden auch regional Kindergärten, die Station Regenbogen und andere regionale Gruppierungen finanziell unterstützt.

    Als eines der Programmhöhepunkte bietet die Kolpingsfamilie heuer eine Zweitagesfahrt am 3.-4. Mai nach Ulm an. Die Reise beginnt mit einer Eucharistiefeier in der Wallfahrtskirche Schönenberg und einer Führung im Steiff-Museum in Giengen an der Brenz. Nach dem Mittagessen ist eine Stadtführung in Ulm mit dem mittelalterlichen Fischer-und Gerberviertel. Der Tag endet im Vier-Sterne-Leonardo-Hotel in der Münsterstadt.

    Nach einem ausgiebigen Frühstück bringt uns der Bus zum Altkleider-Sortierwerk in Langenenslingen. Hier sehen wir wie die Altkleider sortiert werden und was dann mit ihnen geschieht. Viel dieser ‚Ware‘ kommt von Kolping Straßensammlungen und aus den vereinseigenen Containern, auch aus den Gerolzhöfern . Sehr beeindruckend ist diese unbekannte Welt. Es gibt auch die Möglichkeit zum Second-Hand-Einkauf im hauseigenen Shop. Sehr skurril wäre es natürlich, wenn man tatsächlich in dem Sortierwerk seine eigene Kleiderspende wiederentdecken würde. Dieses würde aber dann doch sehr veranschaulichen, welchen Weg dieser Wertstoff zurücklegt.

    Nun geht es zur Betriebsbesichtigung im „Häussler-Backdorf“. Weiter geht es zum berühmten Zuckergässle. Zum Abendessen gibt es noch eine herzhafte Vesper.

    Die Zwei-Tages-Fahrt kostet 130 Euro pro Person im Doppelzimmer, Einzelzimmerzuschlag 30 Euro. Im Preis enthalten sind die Busfahrt, Abendessen, Übernachtung, Frühstück, alle Führungen, Kaffee und Kuchen und die Vesper.

    Weitere Informationen und Anmeldung bei Uschi Wagner wagneruschi@gmx.net oder Tel.: (09382) 903780.

    Bearbeitet von Helmut Hickel

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