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    Gerolzhofen

    Woche der Nachhaltigkeit: positive Bilanz

    Mit der Resonanz auf die verschiedenen Angebote der Woche der Nachhaltigkeit, im Bild der Vortrag von Stephan Lessenich, zeigen sich die Organisatoren zufrieden. Foto: Uwe Gratzky

    Eine positive Bilanz ziehen die Initiatoren der Woche der Nachhaltigkeit, die vor wenigen Tagen in Gerolzhofen zu Ende ging.  Von Vorträgen und Ausstellungen über Film und Erlebnisstationen bis zu Gottesdiensten, einem Festival für Familien und einem großen Markttag: Den Gerolzhöfern wurden viele, ganz unterschiedliche Möglichkeiten geboten, sich zu informieren und zu beteiligen. Das große Interesse habe das Team der Organisatoren um Initiatorin Ute Höfner überrascht, heißt es nun in einer Pressemitteilung. "Wir freuen uns sehr darüber, wie gut unser Programm angenommen wurde. Das zeigt uns, dass die Menschen sich der Dringlichkeit des Themas bewusst und bereit sind, neue Wege zu gehen."

    In der Analyse waren sich vor allem die Referenten zu den Themen "Energieeffizienz", "Wertschätzung von Lebensmitteln", "Soziale und ökologische Kosten des westlichen Wirtschafts- und Lebensmodells" oder "Der Drei-Zonen-Garten" einig: Wenn wir weiter so wirtschaften, zerstören wir unsere Lebensgrundlagen. Doch bei dieser bedrückenden Zustandsbeschreibung ließen es die Referenten und Initiatoren nicht bewenden. Stattdessen zeigten sie Alternativen und praktische Lösungsmöglichkeiten auf - ein Aspekt, der etwa Bürgermeister Thorsten Wozniak besonders beeindruckt: "Die Woche der Nachhaltigkeit hat aufgezeigt, dass es unzählige akute und aktuelle Handlungsfelder gibt - und genauso viele Herausforderungen. Das Programm war abwechslungsreich: mal unterhaltsam, mal aufklärend, mal aufrüttelnd."

    Als Schirmherr der Veranstaltung zieht er eine positive Bilanz: "Das Programm war stark und auch für mich persönlich bereichernd. Nachhaltigkeit bedeutet auch, dass wir unsere Entscheidungen bewusst treffen, dass die Auswirkungen nicht nur kurzfristig, sondern auf die Zukunft ausgerichtet sind."

    Stadtteilmanager Daniel Hausmann, der zum Organisationsteam gehörte, beeindruckte ganz besonders den die Generationen verbindenden Charakter der Woche. Es sei unerlässlich, dass die Menschen sich austauschen und gemeinsam Lösungen im Interesse aller entwickelten. "Das war ein tolles Projekt mit zahlreichen informativen Veranstaltungen, die in unterschiedlichster Art und Weise das Thema Nachhaltigkeit behandelt haben."

    "Ich habe sehr viele und ganz neue Denkanstöße bekommen. Mein Gefühl ist, dass die Woche der Nachhaltigkeit dazu beitragen konnte, das Bewusstsein dafür zu schärfen, uns in Gerolzhofen noch mehr vernetzen", sagt Uwe Gratzky vom Bund Naturschutz, der viele Kindergartengruppen und Schulklassen auf dem Erlebnispfad begleitete und sich von der Begeisterung der Kinder und Jugendlichen anstecken ließ.

    Begeisterung bei einer eher „schmutzigen Arbeit“ zeigten Klassen der Ludwig-Derleth-Realschule, die einen ganzen Vormittag im Gerolzhöfer Stadtgebiet achtlos weggeworfenen Müll einsammelten. Wie viel die Schülerinnen und Schüler dabei zu tun bekamen, überraschte sie selbst am meisten. Im Kleinen zeigte sich hier ganz anschaulich die Größe der Probleme, das aber immer mehr, vor allem junge Menschen, bereit sind mit anzupacken.

    Die Woche der Nachhaltigkeit soll erst der Anfang eines auf Dauer angelegten Projekts gewesen sein. "Wir wollen nachhaltig und über den Tag hinaus denken und wirken", sagt Ute Höfner. In welcher Form das geschehen kann, darüber werden sich die Organisatoren, Helferinnen und Helfer in den kommenden Wochen austauschen. Optimistisch stimme es dabei, dass schon im Verlauf der Nachhaltigkeitswoche mehrere Bürgerinnen und Bürger ihre Hilfe bei der Planung und Umsetzung künftiger Programme angeboten haben, heißt es in der Pressemitteilung.

    Es sei nicht ausgeschlossen, dass es auch 2020 eine Woche der Nachhaltigkeit in Gerolzhofen geben wird. Sicher ist aber jetzt schon, dass angesichts der Mut machenden Resonanz das Thema noch tiefer im Bewusstsein der Menschen verankert werden soll. "Es betrifft schließlich uns alle, und wir wollen unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Welt hinterlassen. Unsere Verantwortung liegt hier in Gerolzhofen und der müssen und wollen wir auch gerecht werden", so Höfner.

    Bearbeitet von Klaus Vogt

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