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    ECKARTSHAUSEN

    Wunderbare Weinvermehrung im Eschenbachtal

    Mit den Eschenbachtalern ging es an die Wallfahrtskirche. Foto: Uwe Eichler

    „Sie hat abgerockt“, freute sich am Ende DJK-Chef Wolfgang Müller über das Temperament von Landtagspräsidentin Barbara Stamm. Spätestens bei der „Vogelwiese“ war die Schirmherrin des zweiten Eckartshäuser Weinfests in Tanzlaune.

    Zusammen mit Harald Simon, Marktgemeinderat und Vizevorsitzender des Ausrichtervereins DJK, sowie Katharina Prozeller, Weinprinzessin a. D. aus Eibelstadt, begrüßte Müller am Samstag zahlreiche Gäste auf dem Dorfplatz. Anders als im verregneten letzten Jahr war der Festbetrieb vom Wetter verwöhnt, dazu schwappte jede Menge flüssiger Sonnenschein in den Schoppengläsern.

    Expertin Katharina (die mit dem Wernecker Gemeindeteil familiär „verbandelt“ ist) durfte sogar auf die selten ausgeschenkte Huxelrebe im Sortiment verweisen. Winzer Thomas Molitor und Tochter Christina aus Nordheim hatten neben manch anderem guten Tropfen eine Eigenkreation dabei: „Zum Schwanengel“. Benannt ist der goldene Rebensaft nach einem alten Eckartshäuser Flurnamen „Schwanengel“, einem Weide- und Versammlungsort unweit des Ortes. Dort sollen tatsächlich einmal Weinstöcke gestanden haben.

    Heutiges „Zentrum“ des Weinbaus ist die große Stützmauer an der Wallfahrtskirche, wo seit der Dorferneuerung 2014 immerhin sechs Rebstöcke gedeihen. An gleicher Stelle stand früher ein altes Gasthaus.

    Nach dem kurzen, aber klangvollen Umzug mit den „Eschenbachtalern“ gab es erst einmal Lob von den Offiziellen, für Helfer, Veranstalter und Gäste gleichermaßen: Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl freute sich, dass es den Eckartshäusern gelungen sei, ihre neugestaltete Ortsmitte mit Leben zu erfüllen. „Wenn damals Rosen gepflanzt worden wären, wir würden heute ein Rosenfest feiern“, so die Bürgermeisterin der Marktgemeinde.

    Barbara Stamm lobte die gelebte fränkische Tradition, Dorfgemeinschaft und Heimatverbundenheit im 400-Seelen-Ort. Ebenso, dass sich junge Winzer bereit erklären, die Nachfolge ihrer Eltern anzutreten. „Mit dem zweiten Weinfest ist bereits eine Tradition entstanden.“

    Ein Extradankeschön nebst Weinfest-T-Shirt erhielt Theresia Betz, die „gute Seele“ des Weinfestes, die unterm Jahr für die Sauberhaltung des Dorfplatzes sorgt.

    Zu vorgerückter Stunde eröffnete dann noch einmal die „Eckartshäuser Weinprinzessin“ Eva-Maria Sauer das Fest – mit einem Gedicht auf den Wein, altersbedingt war aber noch Wasser in ihrem Glas. Die Rundelshäuserin ist nämlich erst acht Jahre alt und kam geradewegs aus dem Urlaub auf den Dorfplatz.

    Die hauptsächlichen Fest-Organisatoren Sven Katzenberger, Christina Molitor und Peter Schäflein trugen dann zur wunderbaren Weinvermehrung am Eschenbach bei: Neben den sechs Stöckli an der Kirchenmauer wurden hunderte Festbesucher versorgt, dank Nordheimer Lieferant.

    Am Sonntag gab es dann noch Weißwurstfrühstück, Frühschoppen und Musik mit „Drüm Rüm“, außerdem viel Lob von den Bersuchern für das „kleine, aber feine Weinfest“ in Eckartshausen.

    Theresia Betz (vorne) wurde von Harald Simon, Landtagspräsidentin Barbara Stamm, DJK-Chef Wolfgang Müller, Katharina Prozeller und Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl (von links) geehrt.

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