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    Schweinfurt

    Zehntstraße wird ab April saniert

    Nun also doch: Die Bauarbeiten in der Zehntstraße können nach fast einem Jahr Verzögerung beginnen. Wie die Probleme gelöst wurden, erklärt Baureferent Ralf Brettin
    Ab April beginnen die Bauarbeiten für die Neugestaltung der Zehntstraße, Ende Oktober ist man bereits fertig.
    Ab April beginnen die Bauarbeiten für die Neugestaltung der Zehntstraße, Ende Oktober ist man bereits fertig. Foto: Martina Müller

    Im Juni vergangenen Jahres meldete sich Baureferent Ralf Brettin unter dem Punkt Informationen der Verwaltung im Bauausschuss zu Wort. Was er zu sagen hatte, überraschte: Die Ausschreibung der Bauarbeiten für die Zehntstraße musste wegen Unwirtschaftlichkeit zurückgezogen werden, sie war 500 000 Euro über dem Ansatz. Ein dreiviertel Jahr später hat sich die Lage grundlegend geändert. Die neue Ausschreibung brachte nun einen Preis, mit dem die Stadt plante. Jetzt geht es ab Anfang April mit den Bauarbeiten los.

    Begonnen wird spätestens in der Woche vor Ostern, am 13. März ist ab 18.30 Uhr in der Rathausdiele ein Informationsabend für die Anlieger anberaumt. Schon Ende Oktober/Anfang November sollen die Arbeiten beendet sein, informierte Brettin auf Anfrage. Geplant sind vier Bauabschnitte, beim Landesturnfest Ende Mai zum Beispiel ist die Straße frei.

    Neuplanung ermöglichte günstigere Preise

    Dass die Ausschreibung nun kostengünstiger ausfiel, ist auch einer Umplanung der Verwaltung zu verdanken. Saniert wird nun erstmal nur das Stück ab dem Parkplatz gegenüber der Post bis zum nördlichen Marktplatz. Die Straße vom Parkplatz bis zum Zeughausplatz ist im Moment noch in Ordnung, den gewünschten Radweg zum Lückenschluss der Ost-West-Verbindung kann man in diesem Bereich auch durch Markierungen auf der Fahrbahn ermöglichen, da die Straße breit genug ist.

    Die Zehntstraße wird von der Post bis zum Marktplatz neu gestaltet.
    Die Zehntstraße wird von der Post bis zum Marktplatz neu gestaltet. Foto: Oliver Schikora

    Bei der ersten, großen Ausschreibung für die gesamte Straße, scheinen die Baufirmen einen größeren Risikoaufschlag einkalkuliert zu haben. In dem Bereich der Zehntstraße gibt es viele Keller und viele Leitungen, erst wenn die Straße geöffnet ist, sieht man, auf welche baulichen Hindernisse man stößt. Mit der neuen Ausschreibung "ist das Risiko für die Firmen kleiner, fassbarer", so Brettin. Außerdem sei es von der Bauverwaltung die richtige Entscheidung gewesen, im Winter auszuschreiben, denn im Moment gibt es auch Firmen, die noch auf der Suche nach Aufträgen für dieses Jahr sind und entsprechend günstige Angebote machen.

    Die Planungen bleiben insgesamt so, wie sie im März 2018 Brettin und Christof Klingler, Leiter des Tiefbauamtes, vorgestellt hatten. Die Maßnahme wurde grundsätzlich schon vor drei Jahren auf den Weg gebracht. Zehntstraße und 40 Meter in der Kirchgasse bekommen eine neue Asphaltschicht, die Seitenbereiche einen Natursteinbelag wie in der Hadergasse oder am Zeughaus. Die Radler sollen einen eigenen 1,50 Meter breiten Streifen gegen die Einbahnrichtung der Zehntstraße erhalten.

    Der Wegfall von 15 der 75 Autoparkplätzen und die Neueinteilung des Parkplatzes der Wissenswerkstatt vor dem Rückert-Bau mit nur noch 34 Parkplätzen waren ein Grund für deutliche Kritik der Anwohner und auch der CSU in einer Bauausschusssitzung. Am Parkplatz wird laut Brettin bis auf die Neueinteilung nichts gemacht, da man abwartet, wie die Planungen für den Rückert-Bau ausfallen.

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