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    Schweinfurt

    Zentraler Gottesdienst für Kinder

    Diese Aufnahme zeigt die vielen anwesenden Kinder aus den genannten Kitas zum Reformationstag in der St. Johanniskirche. Kerstin Stauch singt mit ihnen flotte religiöse Kinderlieder. Und die beiden entflohenen Nonnen in Wittenberg. Hier trifft Katharina von Bora (rechts) auf ihren späteren Ehemann den Reformator Martin Luther, den sie am 13. Juni 1525 heiratet. Foto: Stefan Stauch

    Der Reformationstag hat laut einer Pressemitteilung für die Evang.-Luth. Christen im Dekanat Schweinfurt nach wie vor eine besondere Bedeutung. Dies zeigt sich am ungebrochen starken Besuch des zentralen Reformationsfestgottesdienstes in der Sankt Johanniskirche, in dem meist eine bekannte Persönlichkeit die Predigt hält. Fast unbemerkt von der großen Öffentlichkeit – aber nicht weniger wichtig – findet seit Jahren am Reformationstag um zehn Uhr ein zentraler Gottesdienst für die Kinder der evangelischen Kindertagesstätten im Dekanat statt.

    Pfarrer Stefan Stauch aus Sennfeld, der der Dekanatsbeauftragte für die Kindertagesstätten ist, freute sich, in diesem Jahr rund 270 Kinder – meist im Vorschulalter – begrüßen zu dürfen, die mit ihren Begleiterinnen und Begleitern aus folgenden Einrichtungen in die Johanniskirche strömten: Christuskirche, Gustav Adolf, Gut Deutschhof, Sankt Johannis, Sankt Lukas, Sankt Salvator, Hort Mitte und Hort Aue, Niederwerrn, Schlosskita in Schwebheim und Zell.

    Der Gottesdienst gefällt immer wieder durch flotte Lieder, die die Kinder auch in ihren Einrichtungen singen. In kindgerechter Form wird jedes Jahr aufs Neue auf besondere Weise versucht, den Kindern die Person Martin Luthers und vor allem die Anliegen der Reformation nahe zu bringen. In diesem Jahr geschah dies durch ein Anspiel vorgeführt von einigen Mitarbeiterinnen aus den Kitas in dessen Mittelpunkt aber Katharina von Bora, die Ehefrau Martin Luthers, stand. Kerstin Stauch als Erzählerin entführte die Kinder in das Wittenberg des Jahres 1525. Katharina von Bora flieht zusammen mit einer weiteren Nonne aus dem Kloster Nimbschen und gelangt nach Wittenberg. Dort lernt sie Martin Luther kennen und lieben. Beide heiraten am 13. Juni. Das kurzweilige Anspiel zeigte nun auf, wie es zu Hause bei den Luthers zuging. Fernsehen und Computer gab es noch nicht, so wurde mit der ganzen Familie musiziert. Martin Luther liebte es, auch in seiner Freizeit, viele Menschen um sich zu haben. So musste sich Katharina von Bora nicht nur als Familien-, sondern auch als Hausmanagerin beweisen.

    Als Katharina gefiel Heidi Söllner, ihre „Schwester“ wurde gespielt von Katja Wöhrlein. Den Sohn Luthers spielte Felicia Kaiser-Endres und den Studenten Sabrina Hätsche. Als Kind mit Arznei aus dem Kräutergarten Katharina von Boras versorgt wurde Emilia Leis. Pfarrer Stefan Stauch schlüpfte in die Rolle Martin Luthers. Zum Schluss verteilte Dr. Martinus noch an alle anwesenden Kinder und Erwachsene wohl schmeckende Reformationsbrötchen, die extra für den Gottesdienst von einer Schweinfurter Bäckerei hergestellt wurden. Durch ihr Aussehen erinnern die Brötchen an die Lutherrose, das Familienwappen Luthers.

    Bearbeitet von Helmut Hickel

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