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    SCHWEINFURT

    Zeug gibt‘s: Schon was los im Totenmonat

    Zeug gibt‘s: Schon was los im Totenmonat
    Jetzt, im Totenmonat November, mit seinen traditionell grauen, gerne auch – trotz allen Klimawandels – mal verregneten Tagen, könnte man meinen, das moderne, pulsierende Leben mache eine kleine Verschnaufpause. Oder, wie es im Bayerischen heißt, die Zeit werde nun eine „schdaade“, eine ruhigere halt (zu der sie spätestens im Dezember mit der Eröffnung des ersten Weihnachtsmarktes mutiert). In Schweinfurt hält sich das Leben nicht an derlei Althergebrachtes, das vielleicht auch nur ein Klischee sein mag und nie richtig gestimmt hat. Aber, man weiß ja, wie schnell das geht, dass eine vergangene Zeit ruckzuck zur guten alten verklärt wird, nur weil die Gegenwart ein paar Probleme zu viel aufbietet. * Nein, ruhig und langweilig wird's in Rückert-Stadt so schnell nicht. Ganz in der Nähe des großen Dichters, man könnte sagen, in seinem Blickfeld, am Marktplatz, haben sich am vergangenen Dienstag Polizisten aus Bamberg daran gemacht, das „Cannamelon“ zu besuchen und in diesem nach Cannabisprodukten zu forschen, die doch ein wenig stärker berauschen, als die Polizei erlaubt. Die Betreiber der Cannabis-Shops sagen ja: Nur CBD drin in unseren Tees und Mittelchen, kein THC, das unters Betäubungsmittelgesetz fällt. Die Ermittler könnten dagegen auch Hanfblüten eingesammelt haben, die laut Gesetz nicht im freien Handel zugelassen sind. Die Ladenbetreiber halten sich angesichts des öffentlichen Rummels um die „Razzien“ in ihren Läden auffällig bedeckt. * Dann war ja auch der Prozessauftakt gegen die mutmaßlich Verantwortlichen für den Einsturz eines Teils der neuen Schraudenbachbrücke an der Autobahn bei Werneck nicht ohne. Kamerateams drängelten sich im Gerichtsprovisorium in der Theresienstraße wie sonst nur, wenn's um Mord und Totschlag oder Zuhälterprozesse geht. Man konnte befürchten, dass im Behelfsgerichtssaal der früheren Maria-Theresia-Berufsfachschule für Hauswirtschaft (einst in Trägerschaft der Erlöserschwestern) der Sauerstoff knapp werden könnte, so besetzt war der antike Raum, Baujahr 1917. Es ist glücklicherweise nichts passiert, und für die nächsten Verhandlungstage ist eh mit Entwarnung zu rechnen. Da lassen sich die überregionalen Medienkollegen nicht blicken. Zum Urteil dann wahrscheinlich wieder. * Ein schönes, lebendiges Thema voller Aufreger-Potenzial ist ja auch die Planung für ein neues Friederike-Schäfer-Altenheim anstelle des jetzigen Friedrich-Rückert-Baus. Keine Woche vergeht, in der sich nicht trefflich berichten ließe über Meinungen und Stellungnahmen der Befürworter wie der Gegner des Projektes, das die CSU schon mal grundsätzlich durchgewunken hat, aber Obacht, nicht vergessen, unter einem Finanzierungsvorbehalt. Den wollen wir nicht (beziehungsweise nie wieder) unterschlagen, aber auch nicht, dass es oppositionelle Stimmen gibt, die zurecht fragen, warum ein Beschluss nicht warten konnte, bis alle Unklarheiten über die Finanzierung beseitigt sind. * Und da sind noch die fünf (!) Stockwerke, die lange Schatten auf Luthers Büste werfen könnten – der Rückertbau hat zwei Geschosse. Nein, novemberliche Tristesse droht akut tatsächlich nicht. Das Friederike-Schäfer-Heim hat auch etliche Leserbriefschreiber ermutigt – und könnte ein wunderbarer lokaler Wahlkampfschlager werden. Foto: Thomas End) aussehen werden, sollte die Baumschutzverordnung tatsächlich abgeschafft werden.

    Jetzt, im Totenmonat November, mit seinen traditionell grauen, gerne auch – trotz allen Klimawandels – mal verregneten Tagen, könnte man meinen, das moderne, pulsierende Leben mache eine kleine Verschnaufpause. Oder, wie es im Bayerischen heißt, die Zeit werde nun eine „schdaade“, eine ruhigere halt (zu der sie spätestens im Dezember mit der Eröffnung des ersten Weihnachtsmarktes mutiert). In Schweinfurt hält sich das Leben nicht an derlei Althergebrachtes, das vielleicht auch nur ein Klischee sein mag und nie richtig gestimmt hat. Aber, man weiß ja, wie schnell das geht, dass eine vergangene Zeit ruckzuck zur guten alten verklärt wird, nur weil die Gegenwart ein paar Probleme zu viel aufbietet.

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    Nein, ruhig und langweilig wird's in der Rückert-Stadt so schnell nicht. Ganz in der Nähe des großen Dichters, man könnte sagen, in seinem Blickfeld, am Marktplatz, haben sich am vergangenen Dienstag Polizisten aus Bamberg daran gemacht, das „Cannamelon“ zu besuchen und in diesem nach Cannabisprodukten zu forschen, die doch ein wenig stärker berauschen, als die Polizei erlaubt. Die Betreiber der Cannabis-Shops sagen ja: Nur CBD drin in unseren Tees und Mittelchen, kein THC, das unters Betäubungsmittelgesetz fällt. Die Ermittler könnten dagegen auch Hanfblüten eingesammelt haben, die laut Gesetz nicht im freien Handel zugelassen sind. Die Ladenbetreiber halten sich angesichts des öffentlichen Rummels um die „Razzien“ in ihren Läden auffällig bedeckt.

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    Dann war ja auch der Prozessauftakt gegen die mutmaßlich Verantwortlichen für den Einsturz eines Teils der neuen Schraudenbachbrücke an der Autobahn bei Werneck nicht ohne. Kamerateams drängelten sich im Gerichtsprovisorium in der Theresienstraße wie sonst nur, wenn's um Mord und Totschlag oder Zuhälterprozesse geht. Man konnte befürchten, dass im Behelfsgerichtssaal der früheren Maria-Theresia-Berufsfachschule für Hauswirtschaft (einst in Trägerschaft der Erlöserschwestern) der Sauerstoff knapp werden könnte, so besetzt war der antike Raum, Baujahr 1917. Es ist glücklicherweise nichts passiert, und für die nächsten Verhandlungstage ist eh mit Entwarnung zu rechnen. Da lassen sich die überregionalen Medienkollegen nicht blicken. Zum Urteil dann wahrscheinlich wieder.

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    Ein schönes, lebendiges Thema voller Aufreger-Potenzial ist ja auch die Planung für ein neues Friederike-Schäfer-Altenheim anstelle des jetzigen Friedrich-Rückert-Baus. Keine Woche vergeht, in der sich nicht trefflich berichten ließe über Meinungen und Stellungnahmen der Befürworter wie der Gegner des Projektes, das die CSU schon mal grundsätzlich durchgewunken hat, aber Obacht, nicht vergessen, unter einem Finanzierungsvorbehalt. Den wollen wir nicht (beziehungsweise nie wieder) unterschlagen, aber auch nicht, dass es oppositionelle Stimmen gibt, die zurecht fragen, warum ein Beschluss nicht warten konnte, bis alle Unklarheiten über die Finanzierung beseitigt sind.

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    Und da sind noch die fünf (!) Stockwerke, die lange Schatten auf Luthers Büste werfen könnten – der Rückertbau hat zwei Geschosse. Nein, novemberliche Tristesse droht akut tatsächlich nicht. Das Friederike-Schäfer-Heim hat auch etliche Leserbriefschreiber ermutigt – und könnte ein wunderbarer lokaler Wahlkampfschlager werden.

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