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    STADTLAURINGEN

    Zukunft des ehemaligen Tonwerks ist ungewiss

    Im ehemaligen Tonwerk lagern derzeit noch historischen Gerätschaften aus der ehemaligen Zehntscheune ein. Diese sollen m... Foto: ner

    Um Platz für die Restaurierung des Schüttbauensembles zu schaffen, musste damals das Inventar entfernt werden. Eine vorübergehende Bleibe fand es im ehemaligen Tonwerk. Nicht zuletzt, weil auch die Zukunft der Tonwerk-Ruine ungewiss ist, sollen die teils historischen Stücke entfernt werden. Mit diesem Thema beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

    Diese Gegenstände, beispielsweise alte Traktoren, Leiterwagen, Möbel und landwirtschaftliche Gerätschaften, befinden sich im Eigentum des Landkreises Schweinfurt oder des Marktes Stadtlauringen. Landrat Florian Töpper erklärte hierzu in einem Schreiben, dass der Landkreis Schweinfurt sein etwaiges Eigentumsrecht an den o.g. Gegenständen aufgibt und diese dem Markt Stadtlauringen bedingungslos überlässt.

    Von Kreisheimatpfleger Guido Spahn wurde angeregt, ein sogenanntes „Deakzessionsverfahren“ durchzuführen. Dabei werden die Gegenstände von Fachleuten inventarisiert, beschrieben und in ihrer historischen Aussagekraft bewertet. Ein solches Verfahren könnte unter Umständen durch den Bezirk Unterfranken gefördert werden. Bei einer Besichtigung zeigten sich die Gemeinderäte zurückhaltend in ihrer Beurteilung, was historisch wertvoll sei. Dies müsse man wohl dem Kreisheimatpfleger überlassen.

    Allgemeiner Tenor war, dass die Heimatmuseen in der Umgebung mit ähnlichen Gerätschaften bereits sehr gut bestückt seien. Die Bereitschaft zur Aufnahme weiterer Exponate sei deshalb, auch aus Platzgründen, meist sehr zurückhaltend. Grundsätzlich kam das Gremium am Ende überein, dass die Sachen den Bürgern gezeigt werden, bevor sie weggeben werden. Eine Idee ist auch eine Versteigerung.

    Im Zuge der Generalsanierung der Johann-Hinrich-Wichern-Schule wurde der Schulbetrieb in die Grundschule Oberlauringen ausgelagert und entsprechende Räume gemietet. Der Mietvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2018. Nun hat das Haus Gottesgüte Oberlauringen mitgeteilt, dass die Umbaumaßnahmen insgesamt zwar plangemäß vorangehen, aufgrund von Verzögerungen in einzelnen Gewerken kann der Zeitplan jedoch nicht vollständig eingehalten werden. Der Verein bat daher um einer Mietverlängerung bis Ende März 2019. Dem wurde einstimmig stattgegeben.

    Der Markt Stadtlauringen bewirbt sich zwar um die Teilnahme an der Förderinitiative „Innen statt Außen“. Die Zustimmung für einen entsprechenden Selbstbindungsbeschluss steht allerdings noch aus. Allerdings hat schon in früheren Sitzungen den einen oder anderen Gemeinderat die Angst umtrieben, dass damit die Tür für weitere Neubaugebiete geschlossen werden könnte.

    Zwischenzeitlich wurde mit den Verantwortlichen des Amtes für Ländliche Entwicklung Unterfranken (ALE) eine Formulierung für einen solchen Selbstbindungsbeschluss erarbeitet, die den Interessen des Marktes Stadtlauringen Rechnung trägt. Im Kern dieser Formulierung verpflichtet sich der Markt Stadtlauringen auch weiterhin vorrangig die Innenentwicklung in allen Gemeindeteilen voranzutreiben und grundsätzlich auf die Ausweisung zusätzlicher Neubaugebiete zu verzichten.

    Ausnahmen kommen aber in Betracht, wenn ein außerordentlicher Bedarf gesehen wird, der anderweitig nicht gedeckt werden kann. Nicht betroffen sind die Baugebiete Eichelberg in Stadtlauringen und das neu ausgewiesene Baugebiet in Altenmünster. Zweiter Bürgermeister Winfried Reß, der die Sitzung für den urlaubenden Bürgermeister Friedel Heckenlauer leitete, sprach von der Vorreiterrolle Stadtlauringens auch bei diesem Projekt. Ein „außerordentlicher Bedarf“ werde in jedem Fall ortsbezogen betrachtet werden und nicht auf die Gesamtgemeinde bezogen.

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