• aktualisiert:

    SCHWEINFURT

    Zuschüsse für Jugendarbeit und Jugendhilfe

    Ob für Angebote des Stadtjugendrings, Stadtranderholung, Beratung oder Projekte – viele Träger erhalten Zuschüsse aus der Stadtkasse. In der jüngsten Sitzung winkte der Jugendhilfeausschuss sie zustimmend weiter – in den Stadtrat, der letzten Endes entscheidet.

    Stimmt er zu, bekommt der Stadtjugendring einen Globalkostenuzuschuss über 65 000 Euro für seine Arbeit und maximal 7000 Euro für das Juleica-Bonusheft für ehrenamtliche Jugendleitern. Weitere 7500 Euro Zuschuss werden zweckgebunden ausgezahlt – je nachdem, was beispielsweise für Eintagesprojekte im Freizeitbereich anfällt.

    105 000 Euro sollen in das Rucksack-Projekt der Stabsstelle „gerne daheim in Schweinfurt“ fließen. Das Projekt läuft in Kooperation mit dem Haus Marienthal. Es geht um die Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund, worüber letzten Endes auch die Eltern erreicht werden sollen. Auch für sie gibt es Informationsangebote. Dass man erfolgreich ist, zeigen laut Stabsstellen-Leiter Matthias Kreß die Fakten. Viele der Eltern würden sich nun engagieren und am Schulleben teilnehmen.

    Das Berufliche Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft (bfz) bekommt – geht es nach dem Vorschlag der Verwaltung – für seine Schweinfurter Produktionsschule 3000 Euro. In der Schule sollen „schul- und lernmüde Jugendliche“ ganz praktisch an die Arbeitswelt herangeführt werden. Produziert wird hier tatsächlich, für den realen Markt, wie es in den Unterlagen heißt.

    Offene Ganztagsgruppe im Komma

    Der offene Jugendtreff Komma erhält als Zuschuss 1000 Euro. Für die dort ebenfalls angebotene Ganztagsgruppe, die schulübergreifend läuft, wird die Stadt 5000 Euro zuschießen. Die kirchliche Jugendarbeit der Diözese Würzburg trägt den Löwenanteil der Kosten. Für 2019 um die 76 000 Euro. Die offene Ganztagsgruppe wertete SPD-Rätin Kathi Petersen als wichtige Hilfe für Eltern und stellte sich damit der Bemerkung von Bürgermeisterin Sorya Lippert entgegen.

    Sie hatte auf die Information von Jugendamtsleiterin Maria Albert-Wirsching, dass der Bedarf an Betreuung hoch sei und nicht an allen Schulen befriedigt werden könne, gemeint: „Je mehr wir anbieten, desto mehr ziehen sich die Eltern aus der Verantwortung.“ Was schon Adi Schön (proschweinfurt) negierte, manchen falle es schwer, die Kinder bei den Hausaufgaben zu unterstützen. Für Kathi Petersen liegt die Verantwortung bei den Schulen. Dort müsse mehr passieren, mehr angeboten werden.

    Stadtranderholung und Familienberatung

    Für die Stadtranderholung, die das BRK anbietet, will die Stadt nach dem Haushaltsentwurf maximal 8800 Euro bereitstellen. Unterstützt werden soll auch wieder die Kindergartenstadtranderholung der evangelischen Kindergärten Christuskirche, Dreieinigkeitskirche und des Kindergartens St. Lukas. In dem Fall geht es um einen Fahrtkostenzuschuss, für 2019 liegt er bei 2400 Euro.

    Die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle der Diözese Würzburg, die für die Region Main-Rhön zuständig ist, hat ebenfalls Mittel beantragt. 7000 Euro sollen nach dem Vorschlag der Verwaltung für die Leistungen in Schweinfurt bezahlt werden. Dort gibt es übrigens auch Beratung in türkischer Sprache.

    Das evangelische Bildungswerk erhält 3500 Euro für seine Angebote im Bereich Familienbildung – vom offenen Treff bis hin zu Elternkursen.

    6600 Euro soll es schließlich für das Projekt „Familienbegleitung Asyl – Eltern und Familienarbeit in den Übergangswohnheimen“ geben.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Schweinfurt-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!