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    ÜCHTELHAUSEN

    Zwei tote Rehe ohne Köpfe

    Eines der beiden getöteten Rehe lag ohne Kopf auf der Wiese gegenüber des Staudamms an der Verbindungsstraße von Zell na... Foto: Manfred Erhard

    Revierinhaber Manfred Erhard steht vor einem Rätsel. Schon zweimal wurden heuer in seinem Revier tote Rehe ohne Kopf gefunden. Am Körper waren die Tiere unverletzt.

    Im Mai wurde Erhard auf eine tote Geiß aufmerksam gemacht, die zwanzig Meter weg von der Straße von Zell nach Weipoltshausen auf der kleinen Wiese gegenüber dem Staudamm bei Zell lag. Der Jäger mutmaßt, dass der Kopf abgebissen wurde. Die vorhandenen Spuren hätten gegen den Einsatz von Messer oder einer sonstigen Klinge gesprochen, so Erhard im Gespräch mit der Redaktion.

    Mittlerweile wurde in seinem Revier im Wald zwischen Zell und Weipoltshausen von einem Wanderer ein Schmalreh mit Jungen im Bauch tot und ebenfalls ohne Kopf aufgefunden. In beiden Fällen sind die Köpfe verschwunden. Die Körper der Tiere waren unversehrt.

    Manfred Ehrhard hat in den vergangenen Wochen mit Jagdkollegen, dem Landratsamt, der Polizei und auch mit einem Tierarzt gesprochen und die Fotos von den toten Tieren gezeigt. Die Erklärungen reichen vom Tun eines Irren bis zur Tötung durch einen großen Hund.

    Stichhaltig ist keine der abgegebenen Theorien. Ein Wildtier wie der Luchs oder auch der Wolf hätten sich nach dem Erlegen der Beute über das Fleisch hergemacht. Dass die Köpfe abgebissen wurden, ist wegen des knochigen Rehhalses zu bezweifeln.

    Die Version, wonach ein Trophäenjäger zugeschlagen habe, überzeugt ebenfalls nicht. In beiden Fällen handelte es sich um weibliche Tiere – also Rehe ohne Geweih.

    Besonders mysteriös ist der erste Fall. Der Fußgänger, der das tote Tier zuerst entdeckt hatte, will das Reh auf der Wiese noch mit Kopf gesehen haben. Am folgenden Tag fand Erhard nur den Tierkörper, aber keinen Kopf. Bei dem zweiten Fall hat Manfred Erhard Kampfspuren am Fundort feststellen, aber weder Mensch noch einem Tier zuordnen können.

    Und so ist die Annahme, dass ein großer und von seinen Besitzern bestens gefütterter großer Hund der Verursacher sein könnte nicht mehr als ein Verdacht. Wer ab Frühjahr Beobachtungen gemacht hat, die mit der Tötung der Rehe in Verbindung stehen könnten, wendet sich an Manfred Erhard unter Tel. (0 97 21) 4 55 67.

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