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    Schweinfurt

    Auf der Haardt: Bekämpfung am Waldrand und an Wanderwegen

    Im Haardtwald droht eine Schwammspinnerinvasion. Eine flächige Bekämpfung wird es nicht geben. Nur direkt an der Wohnbebauung und entlang der Wege soll gespritzt werden.
    Am Waldrand zur Wohnbebauung und entlang der Hauptwanderwege will das Forstamt den Schwammspinner und den Eichenprozessionsspinner bekämpfen.
    Am Waldrand zur Wohnbebauung und entlang der Hauptwanderwege will das Forstamt den Schwammspinner und den Eichenprozessionsspinner bekämpfen. Foto: Gerd Landgraf

    Auf der Haardt wird es keine flächige Bekämpfung des Schwammspinners geben. Aus Gründen des Naturschutzes (FFH-Gebiet) hat die für die Genehmigung zuständige Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Freising auch einen zweiten Antrag des städtischen Forstamts auf die flächige Bekämpfung im südwestlichen Haardtwald abgelehnt. Dass die nahe Wohnbebauung zu schützen sei, überzeugte die Landesanstalt nicht. 

    Nach dem Winter wurden im Wald am Stadtteil Haardt bei der Schwammspinnersondierung alle Anzeichen für eine Massenvermehrung des Falters ausgemacht, dessen gefräßige Raupen insbesondere die dort unter FFH-Schutz stehenden Eichen kahlfressen könnten, weshalb das Forstamt eine Bekämpfung aus der Luft beantragte. Diese wurde wegen der zu befürchtenden Schäden am gesamten Ökosystem abgelehnt. Ebenso erging es dem zweiten Anlauf, bei dem das Forstamt vor allem auf die Folgen einer Schwammspinnerinvasion für die nahe Wohnbebauung hingewiesen hatte.

    Einsatz von Bioziden ab 4. Mai 

    Das Forstamt hat seine Bemühungen daraufhin auf eine Bekämpfung des Schwammspinners und des Eichenprozessionssspinners am Waldrand und entlang der Hauptwanderwege konzentriert. Diesem begrenzten Einsatz von Bioziden haben mittlerweile die dafür zuständige Untere Naturschutzbehörde und das Gesundheitsamt zugestimmt. Aktuell lässt das Forstamt prüfen, ob bereits mit diesen beiden Genehmigungen Rechtssicherheit besteht.   

    Stattfinden soll die Bekämpfung voraussichtlich ab dem 4. Mai. Danach will Florian Haensel, Leiter des städtischen Forstamts, abwarten, ob nach Kahlfraß im Inneren des Haardtwaldes die Raupen von dort an den Waldrand umsiedeln. Für diesen Fall ist das Anbringen eines Schutzzaunes entlang der Bebauung vorgesehen. 

    Auf der Haardt grenzt der Wald direkt an die Wohnbebauung.
    Auf der Haardt grenzt der Wald direkt an die Wohnbebauung. Foto: Gerd Landgraf
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