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    Wipfeld

    Bürgerbeteiligung gewünscht

    Bereits in der Gemeinderatssitzung im Juni war das ein Thema: Was passiert mit dem ehemaligen Gasthof Zehntgraf. Es geht um die Beteiligung am kommunalen Wohnraumförderungsprogramm, um die Schaffung von Wohnraum und die Frage: Wer braucht was?

    Barrierefrei, altengerecht, Platz für jüngere Generationen - gibt es überhaupt Bedarf und Interesse an dem vorgestellten generationsübergreifenden Wohnkonzept? Das möchte Wipfeld nun mit einer gezielten Bürgerbefragung ermitteln und hat dazu in der jüngsten Gemeinderatssitzung weitere Schritte zur inhaltlichen Ausgestaltung der Fragebögen eingeläutet.

    Bürgermeister Tobias Blesch stellte einen exemplarischen Fragebogen zur Seniorenarbeit eines anderen Landkreises vor, der gezielt die jetzigen und zukünftigen Wünsche und Bedürfnisse der Bürger bezüglich der bevorzugten Wohnformen, aber auch anderer gemeindlicher Angebote abfragt. Wie Jochen Schneider betonte, sollte der Fragebogen allerdings nicht zu komplex gestaltet und auf maximal zwei Seiten begrenzt werden. Gleichzeitig sollte der Fragebogen auch den Bedarf zukünftiger Senioren berücksichtigen und die Möglichkeit bieten, wie Berthold Braun vorschlug, mangelndes Interesse zur geplanten Wohnkonzeption und eigene Vorstellungen abzufragen.

    Fragebogen auch an Nachbargemeinden verteilen

    Verteilt werden soll die Bürgerbefragung natürlich in Wipfeld, aber auch den Nachbargemeinden, wie Udo Muckenschnabl vorschlug, gegebenenfalls auch über die Gemeindeblätter in Absprache mit den anderen Gemeinden, die vielleicht auch die Rückläufer auf ihren Geschäftsstellen sammeln könnten. Wie Markus Schott anregte, könnte man den Fragebogen auch mit Hinweisen in den Amtsblättern online stellen, dann würde die Befragung ganz unkompliziert ablaufen. Abschließend attestierte der Bürgermeister den Diskussionen im Gremium "ein gutes Ergebnis", das er jetzt noch in die Fragebögen einarbeitet und dann dem Rat zum endgültigen Beschluss vorlegt.

    Einstimmig grünes Licht gab es auch für zwei Baugesuche: In der Nikolaus-Müller-Straße wurde die Befreiung von der sogenannten Erhaltungssatzung für den Teilabbruch eines Anwesens in Aussicht gestellt, das zum Denkmalensembles Marktplatz gehört. Die Bedingungen: Bis Jahresende wird ein detaillierter und gestaltungskonformer Plan mit Neuordnung der Stellplätze im Hof vorgelegt, die Zufahrt wird ortsbildverträglich gestaltet und die neu entstehende Einfahrt in binnen Zweijahresfrist nach Baubeginn mit einem elektrischen holzverkleideten Schiebetor versehen.

    Genehmigt wurde auch die geplante Errichtung eines Abstellraumes in der Ahornstraße für die Unterbringung von Fahrrädern und Gartengeräten, sowie als Lager für die Arbeit; hier gab es das gemeinderätliche Einvernehmen für die Befreiung von der vorgeschriebenen Baugrenze. Wie Blesch ausführte, greift hier mit Blick auf den fehlenden Stauraum nicht die Garagenstellplatzverordnung.  

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