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    Schweinfurt

    Buntes Bündnis: 8. Mai Tag der Befreiung

    Das Bündnis "Schweinfurt ist bunt" erinnert zum 75. Jahrestag des Kriegsendes. Auch heute noch haben Faschismus und Rassismus Anhänger in Stadt und Umland. 
    Zerstörte Maxbrücke 1945. Das Bündnis 'Schweinfurt ist bunt' erinnert an den 8. Mai 1945 als 'Tag der Befreiung' für die Bevölkerung vom Naziregime - und Tag der Niederlage für die Nazis.
    Zerstörte Maxbrücke 1945. Das Bündnis "Schweinfurt ist bunt" erinnert an den 8. Mai 1945 als "Tag der Befreiung" für die Bevölkerung vom Naziregime - und Tag der Niederlage für die Nazis. Foto: schweinfurtfuehrer.de

    Der 8. Mai als Tag der Befreiung sei ein Gedenktag, "dass Deutschland und Europa von Krieg, Faschismus und Nazibarbarei befreit wurden", schreibt Bündnis-Sprecher Frank Firsching in einer Mitteilung . Gleichzeitig sei es ein Tag, der an unsere Verantwortung erinnere, so Marietta Eder. „Gemeinsam stehen wir in Schweinfurt dafür, dass Faschismus und Krieg nie wieder geschehen dürfen.“

    10 000 für die Demokratie

    Firsching erinnert an den 1. Mai vor zehn Jahren, als über 10 000 Menschen bei einer Gegendemonstration gegen die Kundgebung des inzwischen verbotenen rechtsradikalen "Freien Netz Süd" ein kraftvolles Zeichen für Demokratie, Menschenrechte und Respekt gesetzt hätten. Seither sei viel geschehen. Doch hätten Faschismus, Rassismus und Antisemitismus "auch bei uns in der Stadt und Region immer noch Anhänger", die sich in unterschiedlichen Organisationen und Parteien versammelt hätten. Deshalb werde „Schweinfurt ist bunt“ weiter aktiv sein.

    „Im Moment können wir auch keine Veranstaltungen organisieren“, sagt Marietta Eder. Das Bündnis verfolge aber "sehr genau welche Aktivitäten alte und neue Nazis online oder im öffentlichen Raum betreiben". Alle Bürger stünden in der Verantwortung, dass sich die Grauen der Geschichte nicht wiederholten.

    Bevölkerung wurde befreit

    Der 8. Mai sei dennoch "ein Tag der Freude", für Demokratie und Menschenrechte. Die Einordnung des AfD-Ehrenvorsitzenden Gauland, dies sei „ein Tag der absoluten Niederlage“, entblöße die Einstellung weiter Teile dieser Partei. "Die Bevölkerung wurde befreit, während Nazi-Deutschland die absolute Niederlage hat einstecken müssen", heißt es in der Erklärung abschließend.

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